»Weißer Fleck« soll verschwinden

  • Thomas Brückner
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Grünberg (tb). »D2 - geht bei mir gar nicht«, zitiert Bürgermeister Frank Ide einen Handy-Händler, der sein Geschäft in Grünbergs Altstadt betreibt. Beschwerden von Vodafone-Kunden gebe es auch aus dem »Baumgartenfeld«, dem Baugebiet am Fuß des grünen Bergs. Für diesen wie weitere »weiß-graue Flecken« in der Großgemeinde aber besteht nun Hoffnung auf Besserung.

So will Vantage Towers, eine Tochter der Vodafone-Gruppe, auf dem »Tannenköppel« oberhalb der Kernstadt einen Funkmast bauen. Und das zeitnah, zumindest relativ: Den Vorschlag der Stadt, die Sendeanlagen an einem der neuen Windräder zu platzieren, lehnte das Unternehmen ab. Zur Begründung habe es geheißen, ihnen dauere es zu lange, bis der Windpark Grünberg II realisiert sei (avisiert ist dies für 2023, die Red.).

Nach dem Magistrat hat jüngst auch der Fachausschuss sein Placet für das Projekt erteilt, einstimmig. Ersterer hatte darauf gedrängt, dass statt eines Beton- ein weniger das Landschaftsbild störender Stahlgittermast errichtet wird. Vantage Towers akzeptierte dies ebenso wie die Begrenzung auf 55 Meter; was freilich immer noch stattlich ist, da der Mast höher als die Stadtkirche wird. Errichtet wird der unweit des Hochbehälters am »Tannenköppel«. Dass der Standort für die Wasserversorgung unbedenklich sei, so Ide, habe die technische Betriebsführung versichert.

Gemäß Nutzungsvertrag wird Vantage der Stadtkasse eine monatliche Pacht von 178 Euro überweisen, etwas mehr als bei den Masten in Stangenrod und Weitershain. Im Übrigen sei zunächst nicht geplant, anderen Mobilfunkbetreibern die Anlage zur Miete zu überlassen.

Laut Grünbergs Bürgermeister hatte es bereits vor rund zehn Jahren Gespräche mit Vodafone gegeben, hatte sich das Vorhaben aber zerschlagen. Nach vermehrten Beschwerden der Kunden jetzt also der neue, vielversprechende Anlauf, wobei Ide noch auf das »Schwedendorf« mit bescheidenem Handyempfang verwies. Und ebenso auf die gemäß Online-Zugangsgesetz bis Ende 2022 umzusetzende Digitalisierung der Verwaltung.

Bauantrag für Weitershain

Weiter gediehen sind die Pläne für Weitershain, wo es seit Jahren noch massivere Klagen gibt. Die Genehmigung für den 40-Meter-Mast am Sportplatz ist beantragt, Bauherr ist die Deutsche Funkturm, eine Tochter der Telekom. Ein Termin, wann die Anlage in Betrieb gehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Bleibt noch der Hinweis auf Lumda, wo Vodafone den mobilen Sendemast eigentlich bis Ende Juni zurückbauen musste. Das aber ist nicht geschehen, weswegen die Verwaltung nun nachhaken will. Den Bauantrag für einen festen Standort oberhalb des Baugebiets (Kita/Ojeberg) hat die Stadt abgelehnt. Dies mit Hinweis auf den bereits bestehenden Mast der Funkturm GmbH unweit der Kläranlage, an dem Vodafone ja seine Sendeanlagen installieren könne.

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