Virus winkt bald von der Decke

  • vonHannelore Diegel
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Grünberg(eva). Die Verabschiedung der Schüler der Abgangsklassen der Gallus-Schule war eine weitere Herausforderung an die Schulgemeinde in Corona-Zeiten. Schulleiterin Silvia Christen und Schulsprecherin Claire Kier schickten ihre Abschiedsreden per Videoclip in die Klassen.

Christen wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass durch Corona einmal mehr deutlich geworden sei, wie wichtig die persönliche Nähe zu anderen Menschen ist. Nun könne man sich nicht drücken oder umarmen und müsse sich ganz anders verabschieden, als man es gewohnt sei. Sie wünschte allen Abgängern einen weiteren erfolgreichen Werdegang. Krisenerprobt werden sie es bestens schaffen. "Wir waren nicht immer einfach, aber wir haben mit unseren tollen Lehrern viel gelernt", sagte Claire Kier und wünschte allen, dass sie nach Corona wieder gut gemeinsam lernen können.

20 junge Menschen erhielten den berufsorientierten Abschluss und gehen nun an die Berufsschulen, um dort einen Hauptschulabschluss zu erreichen.

Die Gallus-Schule verabschiedete aus dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung weitere sieben junge Erwachsene. Im Anschluss an die Schule werden diese Jugendlichen in verschiedene praxisnahe Anschlussmaßnahmen wechseln, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Wie in den vergangenen Jahren gab es die schon zur Tradition gewordenen Power-Point-Präsentationen mit lustigen Bildern der Schüler aus Zeiten, in denen sie noch klein waren oder sich in erinnerungswürdigen Situationen wiederfanden. Keine Frage, dass sich gerade durch diese Erinnerungen der Abschied sehr emotional gestaltete.

In der Gallus-Schule ist es Tradition, dass die Schulabgänger zum Abschied Deckenplatten künstlerisch gestalten, die neben den Kreationen der Vorjahresabgänger im Obergeschoss der Schule ihren Platz finden. Wen wundert es da, dass in Zeiten von Corona nun zukünftig auch das Virus, das den Schulalltag in den letzten Monaten so gravierend verändert hat, von der Decke winken wird.

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