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Die Jägervereinigung Oberhessen lädt zur Wanderung zu geplanten Windkraftstandorten ein.

Viel Skepsis

  • VonKarl-Ernst Lind
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Grünberg (ld). Um auf die Folgen des geplanten Windparks 2 aufmerksam zu machen, führte die Jägervereinigung Oberhessen eine Wanderung zu den geplanten Standorten durch. Vorsitzender Helmut Nickel konnte dabei über 30 Teilnehmer begrüßen.

Mit dieser Wanderung wolle die Jägervereinigung auf die zu erwartenden und bereits beim Windpark 1 erkennbaren negativen Auswirkungen aufmerksam machen, sagte Nickel. Er bedauerte, dass die Jägervereinigung die einzige Naturschutzorganisation in der Umgebung sei, die sich ernsthaft mit dem Erhalt der Lebensräume von Tieren in freier Natur beschäftige.

Seinen Ausführungen nach leiden auch die Menschen unter der Lärmbelästigung der Windräder. So seien neben »dem hörbaren und unhörbaren Lärm auch der Erholungs- und Lebensraum für Menschen sowie viele Tier- und Vogelarten wie der Rotmilan und der Kolkrabe stark betroffen«. Keine Rücksicht gebe es in Bezug auf das nur unweit angrenzende Wassereinzugsgebiet Lauter, das durch die 3000 Liter Öl in den Turbinen einer besonderen Gefährdung ausgesetzt werde.

Bedenken auch seitens einiger Mitwanderer gab es zur Frage der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität, wenn beim Abschalten der bisherigen Stromkraftwerke und bei Windstille oder Dunkelheit keine Stromversorgung möglich sei. Angesprochen wurden die Preissteigerung beim Strom und die Angaben über die Leistungen der Windräder. Befürchtet wurde von Anwesenden, dass nach 20 Jahren mit dem Auslaufen der EEG-Förderung und der Stilllegung der Anlagen die Kosten der Entsorgung und der Renaturierung des Geländes an den Steuerzahlern hängen bleibe. Begründete Zweifel bei der Erstellung von Windkrafträdern gebe es bei der Politik nicht, da diese nach Meinung zahlreicher Teilnehmer in erster Linie eine Einnahmequelle für öffentliche Haushalte sehe.

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