Hannes Wollmerstätt
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Hannes Wollmerstätt

Viel zu tun für den Neuen im Revier

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Grünberg(dis). Mit Hannes Wollmerstätt stellte sich am Mittwochnachmittag im großen Sitzungssaal des Grünberger Rathauses der neue Revierförster für den Stadtwald vor. Er ist Nachfolger von Axel Bühler, der kürzlich in den Ruhestand versetzt wurde: Der 61-Jährige hatte in den vergangenen sieben Jahren das Revier Grünberg mit Stadt- und Staatswald beförstert. Diese Aufgaben wird auch Wollmerstätt fortführen, der den Posten seit Mitte Juni bekleidet.

Nach Angaben von Grünbergs Bürgermeister Frank Ide hatte Hessen Forst die Stelle seinerzeit ausgeschrieben; allerdings war nur eine Bewerbung eingegangen.

Der aus Thüringen stammende Wollmerstätt (Jahrgang 1992 und derzeit wohnhaft in Fernwald), möchte bald ins Forsthaus Reinhardshain einziehen. Er hat Forstwirtschaft und Ökosystem-Management studiert. Zurzeit ist er als Betriebsassistent bei Hessen Forst in Gießen tätig. Wollmerstätt gab an, er freue sich auf seine neue Aufgabe; im Übrigen sei schon sein Großvater als Revierleiter im Forstdienst tätig gewesen.

Bei der Vorstellung war auch der kommissarische Leiter des Forstamts Wettenberg, Ralf Jäkel, zugegen. Er wies auf die desolate Situation des Waldes in den vergangenen Jahren durch große Trockenheit hin. Mit dieser Problematik werde auch der neue Förster schon bald konfrontiert werden.

Im Moment sei ein Generationenwechsel im Forstdienst zu verzeichnen, sagte Jäkel. Er freue sich, dass diese Stelle so schnell besetzt werden konnte. Fünf Stellen seien im Forstamtsbereich ausgeschrieben worden, von denen bis jetzt drei besetzt werden konnten. Gerade bei dem überall zu beobachtenden Fichtensterben sei man mit der Arbeit im Rückstand. Auch die Buchen hätten teilweise gelitten. Der Holzverkauf sei zunehmend schwieriger geworden. Im Hinblick auf den vorhandenen Arbeitsaufwand müsse man weiteren Personalabbau stoppen, ansonsten werde man der Arbeit schwerlich Herr.

Im Hinblick auf die Wiederaufforstung müsse man nach Alternativen suchen. Die Buche sei für die Zukunft nicht mehr so optimal, eher die Eiche und eventuell die Esskastanie. Bei den Nadelhölzern habe man mit der Weißtanne und der nordamerikanischen Küstentanne bereits gute Erfahrungen gemacht.

Die Wettersituation sei in diesem Jahr günstiger als in den beiden Jahren zuvor; ein Regenschauer ab und zu helfe dem Wald. Wollmerstätt sieht die Situation in den von ihm zu übernehmenden Revieren als nicht so prekär an. Er möchte sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln um eine Erhaltung des Waldes als Lärmschutz, Erholungsort und grüne Lunge einsetzen. Gerne wolle er auch die von Bühler eingeführten Sprechstunden fortsetzen. FOTO: DIS

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