Verwaltungsaufwand steigt

  • VonKarl-Ernst Lind
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Grünberg (ld). Von gravierenden Auswirkungen durch die Corona-Pandemie berichtete in der Mitgliederversammlung der Jägervereinigung Oberhessen der Vorsitzende Helmut Nickel. Betroffen waren neben verschiedenen Ausbildungsterminen auch Übungsabende und viele Auftritte der Jagdhornbläser. Für das Wolf-Symposium Anfang des Jahres gab es großen Zuspruch.

In Bezug auf jagdpolitische Themen führte Nickel zahlreiche Eingaben, Widersprüche und Stellungnahmen bei verschiedenen Ministerien, Gremien und Verbänden auf. Angesprochen wurden dabei der Waldumbau, die Problematik der bleifreien Munition, die Änderung des Waffengesetzes und die für die Jagd von der Jägervereinigung geforderten vier Veränderungen im Bundesjagdgesetz. Auf Unverständnis waren bei der Jägerschaft »die nicht nachvollziehbaren Auflagen mit reduzierter Teilnehmerzahl bei den systemrelevanten Drückjagden« gestoßen.

Haushalt genehmigt

In seinem Bericht ging der Vorsitzende auf die coronabedingt mit nur vier Teilnehmern durchgeführte Jungjägerausbildung, eine Mitgliederbefragung und die Herausgabe der Jahresbroschüre ein. Abschließend verwies Nickel auf einen schwierigeren Verwaltungsaufwand, der trotz weniger Aktivitäten im Vergleich zu früher deutlich höher war.

Als ein Jahr voller Herausforderungen bezeichnete die Obfrau für das Hundewesen, Irina Reh, die Hundearbeit. Nach der Beendigung der zunächst abgebrochenen Hundeausbildung konnten am Ende doch noch die Brauchbarkeitsprüfung mit vier Hunden und eine Verbandsgebrauchsprüfung mit einem Teilnehmer angeboten werden. Zusätzlich gab es einen Lehrgang an einem Gewässer und die Einarbeitung des Jagdgebrauchshundes in die Fährtenarbeit, deren theoretische und praktische Durchführung mit zehn Teilnehmern umgesetzt wurde. Erfolgreiche Ergebnisse brachten die Verbandsschweiß- und die Verbandsfährtenschuhprüfung. Referent Gerhard Becker leitete zum zehnten Mal ein gut besuchtes Anschussseminar. Eine weitere erfolgreiche Maßnahme war die Heranführung von jungen Hunden an das wehrhafte Schwarzwild.

Nach dem Kassenbericht von Gerhard Weicker und den Ausführungen der Kassenprüfer erfolgte die Entlastung des Vorstandes. Einstimmig genehmigt wurde der von Nickel vorgelegte Haushalt 2021.

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