"Eintagsstraße" in Lehnheim

Ide verteidigt Maßnahme als kostengünstigste Alternative

  • schließen

Grünberg (tb). Rund 30 Meter lang, doch nur von kurzer Dauer: Für "Grünberg auf der Rolle" hat die Stadtverwaltung eigens eine kleine Straße durch das Neubaugebiet am nördlichen Ortsrand von Lehnheim bauen lassen, um sie nur wenige Tage später wieder beseitigen zu lassen. Die Reaktion einiger Zeitgenossen überrascht da nicht, reicht von heftigem Kopfschütteln bis zu deutlicher Kritik.

Die "Eintagsstraße" war nun auch Thema im hohen Haus, sprich in Grünbergs Stadtverordnetenversammlung. Horst Nikl (Grüne) erbat sich Aufklärung von Bürgermeister Frank Ide. Wie der erklärte, hätten weder das mit dem Straßenendausbau beauftragte Ingenieurbüro noch die Baufirma die "Rolle" auf dem Schirm gehabt. So sei’s geschehen, dass die reguläre Straße bis zur Anbindung an die Kreisstraße nach Stangenrod (Bestandteil des Rollen-Rundkurses) bereits abgefräst war, als die Bauverwaltung davon Wind bekam. Offenbar, so steht zu vermuten, ein Kommunikationsproblem. Was also tun, um nicht Lehnheim von der "Rolle" abzuhängen, die Vereine zu düpieren, die sich auf die Bewirtung der Radler eingestellt hatten? Eine Sperrung der mitten durchs Dorf führenden Landesstraße war laut Ide, da kurz vor der Veranstaltung, nicht mehr drin. Er verteidigte den Bau der provisorischen Straße über ein städtisches Grundstück auch damit, dass dies billiger komme als eine Neuasphaltierung der abgefrästen regulären Straße. "Der Schotter wird wieder eingebaut, es geht nur um den Asphalt und Lohn", merkte er noch an. Die Abrechnung liege noch nicht vor, der Betrag werde aber im Rahmen dessen liegen, was er allein entscheiden könne. Wie viel das ist? 10 000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare