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Bei herrlichem Wetter macht die Tour rund um die Gallusstadt umso mehr Spaß. In Lumda codierte die Polizei kostenlos Fahrräder.

"Grünberg auf der Rolle"

Tausende haben ihren Spaß auf gesperrten Straßen

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In bereits 16. Auflage war "Grünberg auf der Rolle": 4000 Fahrradfahrer und Skater nutzten die Gelegenheit, waren auf den gesperrten Straßen unterwegs.

"Volle Lotte wieder mal" dröhnte aus der Box, die sich ein Skater auf den Rücken geschnallt hatte und die Strecke damit beschallte. Aufheizen musste er die Teilnehmer von "Grünberg auf der Rolle" am gestrigen Fronleichnamstag aber nicht. Die Temperaturen waren nahezu ideal, um dem Freizeitvergnügen nachzugehen.

Allen negativen Prognosen zum Trotz hatte auch Petrus mit den Veranstaltern von der Stadt ein Einsehen und bescherte neben Sonne auch eine angenehme Brise, die gerade beim Anstieg nach Stangenrod die - auch ohne Beschallung - erhitzten Teilnehmer kühlte. Regen und Donnergrollen stellten sich erst nach Ende der von der Stadtverwaltung organisierten Veranstaltung ein.

Und so könnte das Lied der Rodgau Monotones auch als Motto für die diesjährige "Rolle" dienen, denn rund 4000 Fahrradfahrer, Skater oder Spaziergänger bewegten sich nach Auskunft von Bürgermeister Frank Ide an der frischen Luft.

Die rund 14 Kilometer lange Strecke, für Autos tabu, führte auch bei der 16. Veranstaltung von der Kernstadt, Lehnheim und wieder zurück. Ein Rundkurs eben, mit vielerlei Einstiegspunkten.

"Bienenburger" bei den Imkern

Neben der körperlichen Betätigung gab es die Möglichkeit, sich an den zahlreichen Getränke- und Essensstationen zu stärken, mit Deftigem oder Süßem war fürs leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt. Zumeist ein Verdienst von Vereinen. Die gaben, neben einigen heimischen Firmen, auch Informationen über ihre Arbeit.

Erstmals dabei war der Bienenzuchtverein, der am Einstiegspunkt Grünberg Einblicke in die Imkerei früher und heute gewährte. Und seinen "Bienenburger" servierte: Ein Honigaufstrich verleiht dem Hamburger eine süße Note verlieh.

Am Bauhof der Stadt lud der Eisenbahner-Sportverein zu einem Boxenstopp ein. Mitglieder des ESV weckten das Interesse am Spiel mit der Filzkugel, und bei einem Geschicklichkeitsspiel waren die Kinder mit Begeisterung bei der Sache. Wiederum in der Kernstadt und in Beltershain führten Fahrradhändler gleich kleine Reparaturen durch, sofern es denn nötig war.

Groß ist der Andrang alljährlich in Lumda. Lange Schlangen bildeten sich gestern erneut am Backhaus, wo die Pizza der Vereinsgemeinschaft reißenden Absatz fand. Unweit vom Backofen verzeichneten die Beamten der Polizeistation Grünberg regen Zuspruch bei ihrer angebotenen Fahrrad-Codieraktion. Kleintierschau oder Live-Musik bei einem Hoffest der örtlichen Gastronomie oder der Losverkauf für die "Tour der Hoffnung" rundeten das Programm ab.

"Ja, das muss so laut"

In Stangenrod und Lehnheim, nächste Station auf einem Rundkurs im Uhrzeigersinn, fanden sich Verköstigungsstände sowie passenderweise eine Fitnessberatung.

Für die Sicherheit der Teilnehmer sorgten die Polizei Grünberg, Mitarbeiter von Stadtverwaltung, Bau- und Servicehof, die Feuerwehren und das Rote Kreuz Queckborn.

Nach Ende der Veranstaltung musste Bürgermeister Frank Ide von keinen nennenswerten Vorkommnissen oder Unfällen berichten. Lediglich der Sturz eines Mädchens in die Böschung wurde verzeichnet. Die kleine Schürfwunde wurde umgehend von den Feuerwehrkräften versorgt.

Mit dem "Eintrittsgeld" nehmen alle Teilnehmer wiederum an einer Verlosung teil, unterstützen damit zudem die Ausschüttung des Ertrags an die Stadtteile.

Übrigens: Für eventuelle Kritiker an der Lautstärke seiner Musikbeschallung trug der eingangs erwähnte Skater ein Schild auf seinem Rücken mit der Aufschrift: "Ja, das muss so laut".

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