Strohdämmung ist Geschichte

  • vonred Redaktion
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Grünberg(pm). "Reinhardshain ist ein Vorzeigedorf" - das schreibt die CDU Grünberg in einer Pressemitteilung zu einer Ortsbegehung. Der Startpunkt selbst, das Dorfgemeinschaftshaus (DGH), war dabei ein Thema.

Ortsvorsteher Rüdiger Hefter berichtete, dass der Boden im Saal erneuert wurde. Dabei fiel jedoch auf, dass das Dach noch mit Stroh gedämmt und die Elektrik veraltet war. Nun freue sich Reinhardshain über ein dichtes Dach, eine helle Decke und eine einwandfreie Elektrik. Auch der Übergang des Dachs zwischen DGH und Feuerwehr ist endlich dicht. Jetzt sei noch geplant, die Türen und Außenjalousien zu erneuern sowie den Vorplatz umzugestalten.

Ein Aushängeschild ist der neu gestaltete Dorfplatz, sagte CDU-Vorsitzender Marcel Schlosser. Der "Reinhardshainer Buchfink" wird mit zwei Strahlern beleuchtet, der Strom dafür stammt aus Fotovoltaik.

Der Kindergarten wurde mit einem neuen Spielgerät, einem Piratenschiff, ausgestattet. Auch der Sitzplatz, gestiftet von der Schutzgemeinschaft Wasser und Wald Reinhardshain, ist fertiggestellt und lädt zum gemütlichen Treffen ein. Die Dorfmitte ist rundum gelungen, schreibt Schlosser.

Weniger erfreut war man von einer Baustelle in der Dienbergstraße, die derzeit eher ein Abenteuerspielplatz für Kinder sei. Mit der Erschließung des neuen Baugebiets werde der "Schandfleck" verschwinden, so Schlosser. Ärgerlich sei es, dass aufgrund mangelnder Gehwegpflege einiger Hausbesitzer immer wieder Schmutzecken entstünden. Schlosser sagte, dass die Stadt die entsprechenden Hausbesitzer anschreiben solle.

Bürger wollen Auffahrt nutzen

Zu den geplanten Windkraftanlagen auf Reinhardshainer Gemarkung gab es keinen neuen Sachstand. Ortsvorsteher Hefter sagte, dass noch ein Gutachten ausstehen würde. Die CDU Grünberg sieht die Windräder kritisch, sagte Schlosser. "Hier fehlt Transparenz seitens des Landes Hessen gegenüber dem Bürger vor Ort. Wir sind nicht gegen die Energiewende, sondern wie man die Energiewende entscheidend und nachhaltig vor Ort gestalten kann." Der CDU-Mann favorisiert in diesem Zusammenhang Fotovoltaik.

Ein Reinhardshainer Bürger kritisierte, dass die Auf- und Abfahrt zur Autobahnraststätte nicht mehr offiziell benutzt werden dürfe. Es verursache unnötig Kohlendioxid, wenn man mit dem Auto einen Umweg über die Auffahrten Reiskirchen oder Rabenau fahren müsse, obwohl eine nahe Auffahrtsmöglichkeit auf die Autobahn existiert. Schlosser nahm dazu einen Brief entgegen und versprach, ihn an den Bundeskanzleramtsminister Dr. Helge Braun weiterzuleiten.

Zum Abschluss hielt Schlosser fest, dass sich Reinhardshain zu einem hübschen Dorf entwickelt habe - was vor allen Dingen ein Verdienst der engagierten Bürger sei.

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