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Der gemischte Chor des Gesangvereins Germania beim Jubiläumsgottesdienst.

Stets im Einklang mit der Zeit

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Grünberg (la). Die Bedeutung des Gesangvereins Germania 1894 Harbach in der Ortsgemeinschaft, die Gründung in einer Zeit des Aufbruchs und die fortwährenden Veränderungen der Germania, die stets richtigen Entscheidungen in der Vergangenheit und der richtige Weg in die Zukunft wurden anlässlich des Jubiläumsgottesdienstes zum 125- Jährigen des Vereins und dem 20-Jährigen der "Germania Voices" am Sonntagvormittag in der evangelischen Kirche in Harbach von den Laudatoren hervorgehoben. Dies waren Ortsvorsteher Oliver Schäfer, Pfarrer Christian Stiller, Walter Krimmel vom Hessischen Sängerbund und Ohm-Lumdatal-Sängerbund-Vorsitzender Hans-Georg Teubner-Damster.

Zu Beginn bedauerte die Vorsitzende Margit Winkler, dass kein Mitglied des Magistrats zu diesem besonderen Jubiläum gekommen war. Winkler blickte noch einmal auf die Vereinsgeschichte zurück und dankte allen, die den Verein in unterschiedlicher Weise unterstützt haben. Ein Sängerfest größeren Ausmaßes hätte der Verein nicht bewältigen können, dazu fehlten die Helfer.

Bezeichnend für die Vereinsgeschichte mit Höhen und Tiefen eröffnete der gemischte Chor unter der Leitung von Olga Hasse den Melodienreigen mit dem Lied "Immer wieder geht die Sonne auf". Hoffnung lag auch in einem weiteren Lied "Ich glaube", in dem die Welt mit ihren Möglichkeiten für die Menschheit positiv beschrieben wird.

Pfarrer Stiller stellte die Bedeutung des Liedes und des Gesangs besonders heraus. Gegründet worden sei der Verein in einer Zeit des Aufbruchs, worauf auch der Name Germania hinweise. Auch Niederlagen durch Wirtschaftskrisen und Kriege, die zur Einstellung der Vereinstätigkeit führten, hätten in dem Verein keineswegs zu einer Resignation oder Aufgabe geführt.

Positive Zeichen für die Zukunft

Verändert und gestärkt habe man diese Zeiten überwunden, neue Wege eingeschlagen (Gründung eines Frauenchores oder schließlich der "Germania Voices") und somit auch inzwischen über 125 Jahre den Gesang in Harbach erhalten und gepflegt.

Auch der Liedbeitrag der "Germania Voices" - "Wunder geschehen"- war passend zur Vereinsgeschichte wie auch das bekannte "Halleluja". Krimmel zeigte sich begeistert von der Idee, das Jubiläum mit einem Festgottesdienst zu begehen; denn der Verein habe Grund genug zu danken, dass es immer wieder gelungen sei, den Stab erfolgreich an nachfolgende Generationen weiter zu geben. Der Deutsche Sängerbund sowie der Hessische Sängerbund zeichneten die Germania mit Jubiläumsurkunden aus.

Für Teubner-Damster strahlt die Chorgemeinschaft Begeisterung aus, ein positives Zeichen auch für die Zukunft. Die Glückwünsche des Harbacher Ortsbeirates, der Harbacher Vereine sowie von Bürgermeister Frank Ide und der Stadt Grünberg übermittelte Ortsvorsteher Oliver Schäfer, verbunden mit Präsenten, darunter von den Harbacher Ortsvereinen einen besonderen Pokal. Schäfer stellte ausführlich die Tradition des ältesten Harbacher Ortsvereins heraus und dessen Bedeutung für den Ort.

Ein Geldpräsent übergab der Ehrenvorsitzende des Vereins, Dieter Ihle. Mit dem "Vater unser" des gemischten Chores endete die Feier in der Kirche. Anschließend begaben sich alle zum Gedenkstein des Vereins oberhalb der Kirche.

Vorsitzende Winkler erinnerte daran, dass der Stein anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Germania im Jahr 1994 errichtet worden sei und nun mit einem zusätzlichen Schild zum 125-jährigen Bestehen versehen wurde. Nach der Segnung durch Pfarrer Stiller sangen beide Chöre noch den "Irischen Segenswunsch". Mit einem gemütlichen Beisammensein klang die Jubiläumsfeier aus.

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