Auch Grünberger Geschäftsleute trifft die Corona-Krise hart.
+
Auch Grünberger Geschäftsleute trifft die Corona-Krise hart.

"Sternenzauber" steht noch in den Sternen

  • vonHans-Joachim Losert
    schließen

Grünberg(fp). Der Lockdown wegen der Corona-Pandemie bereitet auch den Mitgliedern der Grünberger Werbegemeinschaft (GWG) enorme Kopfschmerzen. Die Einschränkungen mit Ausfall von Märkten forderten Reaktionen. Der Vorstand sei stets bemüht gewesen, schnell und informativ zu handeln, sagte Präsidiumsmitglied Bernd Messerschmidt bei der Hauptversammlung.

In der Sportschule erfuhren die zahlreichen Anwesenden zudem, dass der "Sternenzauber" als Nachfolger des Weihnachtsmarktes noch in den Sternen steht, ebenso das "Adventsleuchten" am Diebsturm. Abgesagt wurde bereits der Gallusmarkt.

Über die gut besuchten Veranstaltungen im Jahr 2019 berichtete Lena Hiete. Altstadtfest und Himmelfahrtsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag waren vom Wetter verwöhnt. Die Weihnachtszeit läutete man mit dem Adventsleuchten ein. Die Einnahmen werden stets für die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung eingesetzt. Als Highlight bezeichnete Hiete den neugestalteten Weihnachtsmarkt unter dem Namen "Grünberger Sternenzauber". Mit der Herausgabe von zwei Hochglanzmagazinen wurde über die Grenzen Grünbergs hinaus Werbung gestreut.

Internet-Auftritt neu gestaltet

Neu gestaltet wurde im Januar der Internet-Auftritt, der besonders für Mobilgeräte optimiert wurde. Für die Mitglieder enthalten sind darin eine Job- und eine Immobilienbörse. Seither entwickelten sich die Besucherzahlen auf der Homepage kontinuierlich nach oben. Im Ausblick erläuterte Hiete eine Neukonzeption für den Himmelfahrtsmarkt als Familienmarkt. Die Modenschau fällt weg, in der Stadt ist ein Flohmarkt geplant. Finanzverwalter Tobias Zipf berichtete von einem ordentlichen Geschäftsjahr. Mit 102 Mitgliedern habe man das Niveau gehalten. Weiter positiv entwickelten sich die GWG-Gutscheine, die im Vergleich zu 2018 um 28 Prozent zulegten. Mit Beginn der Corona-Einschränkungen war der Vorstand bemüht, zeitnah wichtige Informationen an die Mitglieder zu kommunizieren, tat dies mit 23 Mitteilungen. Alternativen wurden diskutiert und angeboten. Dazu zählte ein verkaufsoffener Sonntag im Mai. Umgesetzt wurde die Aktion "Kaufen Sie lokal". Mit Plakaten an Ortseingängen, Geschäften und in digitalen Medien warben die Geschäftsinhaber mit ihrem Foto für den Einkauf in Grünberg. Eine Folgekampagne mit Ausweitung der Anbieter sei in Planung, erläuterte Hiete.

Schriftführer Frank Ide referierte über den "Kampf" um die Kunden und ging auf das Leerstandsmanagement ein. Als Bürgermeister wies er darauf hin, dass der verkaufsoffene Sonntag im Oktober nicht stattfinden könne, da kein Marktgeschehen bestehe. Alternative könnte ein langer Samstag (Einkaufsnacht) sein. Seitens der Stadt wolle man in der Gallusmarktwoche auf alle Fälle an die Traditionsveranstaltung erinnern. Ide regte zudem Netzwerkveranstaltungen an, bei denen Mitglieder ihre Geschäfte oder Betriebe vorstellen könnten.

Der Dank der Werbegemeinschaft ging an Patrick Müller für sein langjähriges Engagement im Verein und im Präsidium. Auch die Verdienste von Beisitzer Thomas Kampl wurden gewürdigt. Beide gehören dem Vorstand auf eigenen Wunsch nicht mehr an.

Kontinuität bei den Wahlen

Kontinuität und Einigkeit bewiesen die Anwesenden bei den Wahlen, die alle einstimmig erfolgten. Für das Präsidium wiedergewählt wurde Bernd Messerschmidt, unterstützt wird er künftig von Lena Hiete. Finanzverwalter bleibt Tobias Zipf, Schriftführer Frank Ide. Birgit Korditzky, Ingo-Mirko Licher und Werner Scharmann wurden als Beisitzer bestätigt, neu in diesem Amt ist Florian Halbich. Für Pejman Sharifpour wird Anette Wörmann die Kasse prüfen.

Abschließend ging Johanna Buckle, Leiterin Stadtmarketing der Kommune, auf Ersatzveranstaltungen für die Kunstausstellung ein. Außerdem erläuterte sie Ergebnisse der Studie "Vitale Innenstädte", an der Grünberg teilnahm. FOTO: FP

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare