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Im Rückblick auf 800 Jahre Ortsgeschichte Stangenrod kommt der Kirchweih (Kirmes) besonderer Stellenwert zu. Diese Aufnahme der Dorfgemeinschaft aus 1899 wird auch in der 160-seitigen Chronik enthalten sein. FOTO: PM

Stangenrod feiert sich selbst

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Grünberg(fp). Lang, lang ist’s her: Vor 800 Jahren wurde Stangenrod erstmals erwähnt. Somit steht das Jahr 2020 in dem Grünberger Stadtteil im Zeichen des Jubiläums. Gefeiert wird mit verschiedenen Veranstaltungen, die sich bis September verteilen. Der stehende Festzug zum Festwochenende im August zählt dabei sicherlich zu den Höhepunkten. Nachdem im Vorfeld der Feierlichkeiten eigens ein Verein gegründet wurde, informierte dieser im Sommer 2019 die Einwohner über die geplanten Feiern. Nun hatte man zu einer weiteren Informationsveranstaltung in den Anbau der Sport- und Kulturhalle eingeladen - und freute sich über den guten Zuspruch.

Auftakt am 26. April mit Festgottesdienst

"Es soll ein Fest von Stangenrödern für Stangenröder werden", lud 2. Vorsitzender Stephan Hahn ein. Für jeden Geschmack solle etwas dabei sein. Geeignet sei das Fest für Jung und Alt, dies gelte auch für körperlich leistungsfähige oder weniger mobile Menschen. Natürlich will Stangenrod seinen Geburtstag nicht alleine feiern, sondern man hofft auf viele Gäste.

"Es wird ernst", unterstrich Vorsitzender Christian Aff. Die einzelnen Ausschusssprecher erläuterten den Stand der Planungen, die nun weit vorangeschritten sind. Für den Auftakt am 26. April hat man die Kirche gewählt, die Ausgangspunkt der Ersterwähnung ist. Dort findet ein Festgottesdienst mit Reden geladener Gäste statt. Da vermutlich nicht alle dort einen Platz finden, ist die Übertragung in ein Zelt in der Nähe geplant. Untermalt wird der Auftakt vom Gesangverein, anschließend gibt es Kaffee und Kuchen.

Früh aufstehen heißt es am 10. Mai. Bereits um sieben Uhr morgens findet an jenem Sonntag der erste Feldrundgang statt. Das Hauptaugenmerk soll dabei den Vogelstimmen und -arten gelten, anschließend bleibt man zum Frühstück zusammen. Der erste Dorfrundgang folgt am 7. Juni um 10 Uhr. Historische Informationen sind dabei ebenso Thema wie auch bei der zweiten Führung am 27. Juni um 16 Uhr. Während sich beim ersten Gang ein Spargelessen in der Sport- und Kulturhalle anschließt, schließt die zweite Runde ein Dämmerschoppen mit Grillen und Livemusik an der Grillhütte ab. Der Bergbau rund um Stangenrod wird beim Rundgang am 13. September erläutert.

Stehender Festzug am 23. August

Konkret sind nun auch die Planungen für das Festwochenende vom 21. bis 23. August. Auftakt ist am Freitagabend ab 20 Uhr im Festzelt auf dem Dorfplatz in der Walpergasse. Geboten werden ein Mundartabend und Anekdoten. Ihre Mitwirkung zugesagt hat die Gruppe "Halb 6" aus Groß-Felda. Außerdem dabei ist Karl-Wilhelm Becker aus Lehrbach, der für sein "rollendes R" bekannt ist. Für den 22. August ist eine Kirmesparty mit Weckruf geplant. Im Zelt spielt die Partyband "El Trinkos" aus Witzenhausen auf.

Mit dem stehenden Festzug am Sonntag, 23. August, erreicht das Fest seinen Höhepunkt. Etwa 40 Aussteller, verbunden mit einer Präsentation der Dorfvereine, stellen sich rund um den Dorfplatz und im alten Ortskern vor. Offene Höfe, regionales Essen und Unterhaltung auf den Aktionsbühnen sind außerdem vorgesehen. Ausgestellt werden historisches Handwerk und Landwirtschaft. Eine Fotoausstellung dokumentiert die Geschichte Stangenrods. Die Gäste finden an jedem Ortseingang ausgewiesene Parkplätze.

Kurz vor dem Druck steht die über 160-seitige Chronik, die zur Eröffnungsveranstaltung erstmals erhältlich ist. Bestellt sind zudem 55 Schilder mit historischen Dorfnamen. Die Schirmherrschaft für das Fest hat Ministerpräsident Volker Bouffier übernommen.

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