Auf den Spuren des Erzabbaus

  • vonJutta Schuett-Frank
    schließen

Grünberg/Mücke(pm/sf). Jetzt, wenn die Tage wieder länger werden, wollen alle raus in die Natur. Die "ErzWeg"-Projektgruppe bietet die Möglichkeit, am kommenden Sonntag, dem 1. März, um 10 Uhr auf den Spuren des Erzabbaus im westlichen Vogelsberg zu wandern. Treffpunkt ist die ehemalige "Grube Deutschland", in der Region besser als "Weickartshainer Schweiz" oder schlicht "Eisenkaute" bekannt. Der Parkplatz des dazugehörigen Grillplatzes liegt südlich der Ortslage von Weickartshain.

Fünfstündige Tour

Gerade jetzt, solange noch wenig Grün die Blicke verstellt, lassen sich hier die Relikte des Eisenerzbergbaus betrachten. Bevor der Vogelsberg durch die Eisenbahn erschlossen wurde, waren Pferdefuhrwerke für das Erz das Transportmittel Nummer eins. Die Verbindung zwischen Landwirtschaft und entstehender Montanindustrie war sehr eng. Nicht umsonst ziert das Symbol von Landmann und Bergmann, wie es im Original an der Giebelwand des Dorfgemeinschaftshauses im Grünberger Stadtteil Stockhausen prangt, auch die Wegführung der "ErzWege". Wanderer, die sich am Sonntag mit festem Schuhwerk, wetterfester Kleidung und Verpflegung auf den etwa fünfstündigen Ausflug begeben, dürfen sich auf besondere Eindrücke aus einer vergangenen Epoche freuen.

Die Tour auf dem Themenpfad wird von Peter Hess (Tel. 01 73/3 60 06 62) und Karl Rudi (Tel. 0 66 45/16 13, E-Mail info@ rudi-schreinerei.de)geleitet. Weitere Informationen gibt es unter www.erzwanderweg.de.

Für 2020 hat die Projektgruppe noch das Ziel, neue Routen zu erkunden und den langersehnten "ErzWeg Nord" um die Erzlagerstätten zwischen den Mücker Ortsteilen Atzenhain, Bernsfeld und Nieder-Ohmen zu eröffnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare