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Tanzen im Regen: Bei der Musiknacht auf Grünbergs Marktplatz heizen die Bands von Robin Jaeger und die Ghosttown Company den Besuchern kräftig ein.

"Der Sonne hinterher" im Regen

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Grünberg (fp). "No Rain!" schallte es am Freitagabend über Grünbergs Marktplatz. Das Publikum folgte also der Aufforderung der Gruppe Ghosttown Company, die gemeinsam mit der Band von Robin Jaeger die "Grünberger Musiknacht" gestaltete. Und es half, auch die zweite Band des Abends konnte auftreten, sorgte für beste Stimmung.

Zwischenzeitlich hatte es nach einem heftigen Gewitterschauer nicht danach ausgesehen. Aus Sicherheitsgründen für Musiker, Publikum und elektronische Ausrüstung wurde ein Abbruch in Erwägung gezogen.

Banger Blick auf Wetterprognosen

Nach dem Blick auf die Wetterprognosen jedoch beschlossen Organisationsteam und Musiker: "Wire machen weiter." Die Entscheidung erwies sich als Glücksgriff, der Regen hörte auf und ein begeistertes Publikum sowie spielfreudige Musiker ließen sich die Stimmung auf dem Marktplatz bis gegen Mitternacht nicht vermiesen.

Wie bereits von dieser Zeitung gemeldet, pausiert in diesem Jahr das Festival "Grünberg Folk". Nach 20 Jahren wird an einem neuen Konzept gearbeitet. Zu Details konnte Bürgermeister Frank Ide in seiner Begrüßung noch keine Angaben machen.

Damit die Wartezeit nicht zu lange werde, lud das Orgateam zur "Musiknacht" anstelle des zweitägigen Festivals. Die Premiere am Freitag litt zwar unter dem Regen. Trotzdem war eine stattliche Zahl an Besuchern gekommen - und die hielten trotz der Wetterunbilden durch.

Den musikalischen Auftakt bestritt Robin Jaeger mit seiner Band. Der Singer-Songwriter aus Gießen war schon einmal Gast in Grünberg, spielte bereits im Vorprogramm von Lena Meyer-Landrut oder Max Giesinger. Sein Publikum begeisterte er mit Titeln wie "Eistauchen", "Der Sonne hinterher" oder "Wunderkerzen". Weiterhin erklangen bekannte Songs wie "Reise" oder "Wenn sie tanzt" von Max Giesinger. Ebenso "Kaum erwarten" von Wincent Weiss und "Chöre" von Mark Forster sorgten für beste Stimmung, auch unter Regenschirmen.

Mit einer geballten Ladung Folk-Rock heizte nun die Gruppe Ghosttown Company aus Trier dem Publikum ein. Mit Coverversionen bekannter Liedern, aber auch Eigenkompositionen. Für ihre Vielseitigkeit erhielt die Band bereits zahlreiche Preise. Fetzig schon der Auftakt mit "Shooting Star" oder "Far away". Es dauerte nicht lange und der Funke sprang auf das Publikum über, das nach vorne rückte und mittanzte. Dazu trugen Hits "Whiskey in the jar" oder der Song über eine "Spanish Lady" in Dublin bei. Mit "Es war alles nur ein Spiel" erklang ein deutscher Titel, der zum Nachsinnen anregte: "Ist das Erlebte wirklich geschehen?" Es folgte mit "The Fields of Athenry", die inoffizielle Fußball-Nationalhymne Irlands.

Neben der ansprechenden Musik war natürlich auch für das leibliche Wohl des Publikums mit Speisen und Getränken verschiedener Art gesorgt.

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