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"Sehnsucht nach besseren Zeiten"

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Grünberg(rbe). Bei der Jahreshauptversammlung der CDU Grünberg standen vorab Wahlen auf der Tagesordnung, hierzu wurde der Licher Gregor Gorecki (Beisitzer im CDU Kreisvorstand) einstimmig zum Versammlungsleiter, Julian Sann zum Schriftführer, sowie Karl-Otto Sauer und Ingo Berner zu Wahlhelfern gewählt und benannt.

Im Jahresrückblick wurden vom Vorsitzenden Marcel Schlosser an einige Themen erinnert, unter anderem an die rege Diskussion über eine eventuelle Stellung eines CDU-Kandidaten für die anstehende Bürgermeister- und Kommunalwahl im Jahr 2021.

Dazu hob Schlosser das Superwahljahr 2021 mit Bundestags-, Kommunal-, Landrats- und Bürgermeisterwahl hervor. "Auf die Kommunalwahl und die Bürgermeisterwahl werden wir uns besonders gut und rechtzeitig vorbereiten. Bereits Anfang des Jahres haben wir dazu einen Arbeitskreis gegründet. Viele Grünberger sehnen sich nach besseren Zeiten". Die CDU wolle einen Wechsel hin zu bessern Zeiten herbeiführen und verloren gegangene Vertrauen in die Politik vor Ort wiederherstellen.

Bei der anschließenden politischen Aussprache, an der sich viele Mitglieder beteiligten, wurde eine deutliche Unzufriedenheit der Bürger mit der politischen Situation in der Stadt Grünberg hervorgehoben. Auch die Bundespolitik trage zur großen Unzufriedenheit vor Ort bei. "Wir haben bei den letzten Wahlen mehr Gegenwind statt Rückenwind aus Berlin bekommen", so Schlosser.

Mitgliederbeauftragter Günter de Voss berichtete, dass mit 77 Mitgliedern ein Tiefpunkt erreicht sei. Ebenso sei das Durchschnittsalter sehr hoch, wenig junge Menschen engagierten sich in der Grünberger CDU. Schlosser begründete dies mit einer "Parteienverdrossenheit". "Die Leute wollen über Politik und Sachthemen diskutieren, sich aber nicht in einer Partei engagieren. Das ist unser Problem."

Fraktionsvorsitzende Birgit Otto berichtete aus der Stadtverordnetenversammlung, nannte die Mitwirkung der CDU beim Gewerbegebiet in Lumda als gutes Beispiel, nannte aber auch die Konfliktthemen Kita und Dorfgemeinschaftshaus Harbach, hier wolle sie politisch agieren. Wichtig hierbei sei, immer wieder auf die Kosten zu achten.

Schatzmeisters de Voss berichtete von einer positiven Entwicklung des Kassenbestandes. Der Bericht der Kassenprüfer wurde vorgelesen, diese konnten bei der Kassenprüfung keine Beanstandungen festlegen und baten um Entlastung des Stadtverbandsvorstands. Diesem wurde einstimmig zugestimmt.

Bei den Wahlen ergab sich folgendes Ergebnis: Stadtverbandsvorsitzender: Marcel Schlosser (Beltershain), stellvertretende Vorsitzende: Birgit Otto (Lehnheim) und Julian Sann (Queckborn), Schriftführer: Jürgen Biedenkapp (Stockhausen), Schatzmeister: Günter de Voss (Beltershain), Beisitzer: Rita Fleischer (Beltershain), Dr. Uwe Feldbusch (Grünberg), Otto Klockemann (Göbelnrod), Dieter Krug (Reinhardshain), Ernst Lind (Grünberg), Helga Nerlich (Grünberg), Steffen Peter (Lumda), Mitgliederbeauftragter: Julian Sann (Queckborn), Kassenprüfer: Karl-Otto Sauer (Stangenrod), Ingo Berner (Grünberg).

Die Versammlung beschloss die Bildung eines Wahlvorbereitungsausschusses mit Helga Nerlich, Jürgen Biedenkapp, Julian Sann und Otto Klockemann. Ernst Lind wurde für seine 20-jährige Mitgliedschaft geehrt. Foto: rbe

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