Im Schwedendorf in Grünberg soll die Verwaltung des neuen evangelischen Dekanats ihren Platz finden. FOTO: PM
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Im Schwedendorf in Grünberg soll die Verwaltung des neuen evangelischen Dekanats ihren Platz finden. FOTO: PM

Schwedendorf wird Dekanatssitz

  • vonred Redaktion
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Grünberg(pm). Grünberg wird Standort des neuen Dekanats, das Ende 2021 aus den bisherigen Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg entsteht. Das entschieden am Samstag die fast 120 Synodalen, von denen rund 80 in der Gallushalle und die restlichen vor heimischen Bildschirmen an der Tagung der Dekanatssynoden teilnahmen.

Das zukünftige Verwaltungsgebäude entsteht im Schwedendorf an der Abbiegung nach Lauter. Gemeinsam mit einem Gebäude der Diakonie, das bereits gebaut wird, bildet der Dekanatsneubau ein Gebäudeensemble. Das schwedenrote Dekanatshaus soll im August 2021 bezugsfertig sein. Das kündigte Oberkirchenrat Markus Keller aus der Kirchenverwaltung in Darmstadt an.

Keller stellte den Synodalen das zur Abstimmung stehende Bauprojekt vor. Die Arbeitsgruppe "Standort", die sich seit dem vergangenen Jahr im Synodenauftrag mit der Suche nach einem Dekanatsgebäude beschäftigte, habe sich vergeblich nach Bestandsgebäuden mit dem nötigen Zuschnitt umgeschaut. Danach konzentrierte sich die Suche auf Neubauprojekte. Anfang des Jahres waren noch zwei Angebote im Rennen, die eigentlich bei der im März wegen der Corona-Krise abgesagten Synode zur Auswahl stehen sollten.

Da beide Anbieter Planungssicherheit benötigten, gab es einen Zwischenschritt: Die Synodalen wurden schriftlich nach ihrer Meinung befragt. Eine Mehrheit sprach sich dabei für Grünberg aus. Weil für den rechtsgültigen Beschluss eine reguläre Abstimmung in einer Synode notwendig ist, einigte man sich mit dem Bauherrn auf einen sogenannten Letter of Intent. Darin bekunden die Beteiligten ihre Absicht, das Projekt anzugehen und abzuschließen.

Wie das Raumprogramm und die Ausgestaltung des Gebäudes aussehen wird, soll eine Arbeitsgruppe "Bau" erarbeiten, die sich bei der Synode konstituierte.

Einer, der sich besonders über die Zustimmung - es gab vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen - zum neuen Standort freute, war Bürgermeister Frank Ide. Er sicherte die Unterstützung der Kommune zu. Auch der Vorsitzende der Tagung, der Hungener Präses Michael Knoll, und Propst Matthias Schmidt äußerten ihre Freude über die große Zustimmung für den neuen Dekanatsstandort. Mit diesem Beschluss sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fusion überwunden.

Rückbürgschaft für Dorfschmiede

Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Verabschiedung des Gemeindepädagogischen Konzepts, zu dessen Erläuterung sich Mike Breitbart aus dem Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau per Video zugeschaltet hatte.

Ein Konzept für die Zusammenarbeit im neuen Dekanat entsteht derzeit auch für die Kirchenmusik. Die fünf Musikerinnen und ihr einziger männlicher Kollege stellten die Ergebnisse ihrer Bestandsaufnahme vor und lieferten mit ihrer Präsentation einen Überblick über das musikalische Angebot in den drei Dekanaten. Erstmals dabei war die neue Kirchenmusikerin im Dekanat Kirchberg, Dorotea Pavone.

Zudem stand in der Dekanatssynode noch eine Entscheidung an, die für die Zukunft der Dorfschmiede Freienseen von entscheidender Bedeutung ist. Die Vertreter der Grünberger Kirchengemeinden stimmten mit großer Mehrheit zu, eine von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen geforderte Rückbürgschaft in Höhe von 100 000 Euro als Absicherung eines Darlehens für die Dorfschmiede zu übernehmen. Dieser Beschluss ist Voraussetzung für die Rückzahlung des Darlehens, mit dem die Stadtwaldstiftung Ende 2017 in einer schwierigen Phase der Dorfschmiede eingesprungen sei, so der Laubacher Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn vor den Synodalen.

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