Feuerwehr im Einsatz

Schwan verfängt sich in einem Floß

  • vonHans-Joachim Losert
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Grünberg(fp). Ein Rettungsfloß war es nicht, was der Schwan im Grünberger Brunnental hinter sich herzog: Das Tier hatte sich mit dem Fuß in einem Seil verfangen und zog damit ein selbst gebautes kleines Wasserfahrzeug hinter sich her.

Am Dienstagnachmittag hatte eine Spaziergängerin den Schwan mit seinem Handicap im oberen Teich des Naherholungsgebietes entdeckt. Über Notruf alarmierte sie die Feuerwehr. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jan Erb und Martin Risse fingen den gefiederten Wasserbewohner ein. Der Schwan befand sich in der Mitte des Gewässers und zeigte sich sehr aggressiv.

Mit einer Wathose ging Risse in den Teich. Als sich der Schwan näherte, gelang es, das Tier mit einem Anglerkescher ruhigzustellen. Die beiden Einsatzkräfte entfernten das Floß. Da das Tier keine offensichtlichen Verletzungen davongetragen hatte, wurde es in die Freiheit entlassen.

In Nachgang zeigte Erb Verständnis dafür, dass bei dem sonnigen Wetter der vergangenen Tage dem Wunsch nach Freizeitbeschäftigung nachgegangen werde. Er appelliert aber an die Brunnentalbesucher, keine derartigen Barrieren zu hinterlassen, nicht nur im Hinblick auf den Umweltschutz, sondern auch für das Tierwohl.

Ein humoriges Fazit dieses Einsatzes zogen die Feuerwehrmänner noch: Durch den strömenden Regen war es egal, dass Risse Teichwasser in die Hose gelaufen war: "Nass waren wir sowieso."

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