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Richtfest in Harbach

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Wie schon Anfang Juni 2020 beim Spatenstich zum Neubau des Dorfgemeinschaftshauses im Grünberger Stadtteil Harbach präsentierte sich das Wetter auch beim Richtfest am Mittwoch regnerisch. Neben Bürgermeister Frank Ide, Harbachs Ortsvorsteher Ulrich Schäfer, Bärbel Lotz vom Bauamt der Stadt und Vertreter des Architekturbüros Schmees und Wagner aus Gießen hatten sich zahlreiche weitere Personen von den ausführenden Firmen, Vertreter der politischen Gremien der Stadt und des Dorfes unter dem schützenden Dach des Gebäudes eingefunden.

Zuschuss vom Land

Frank Ide sagte, er sei stolz darauf, dass dieses Bauprojekt nach einer langen Vorlaufzeit in diesem Jahr endgültig an den Start gehen und man nach vier Monaten Bauzeit trotz den Auswirkungen der Corona-Pandemie jetzt das Richtfest feiern könne. Im Vorfeld habe es viele Gespräche mit dem Ortsvorsteher und dem Ortsbeirat gegeben, in welcher Form das Dorfgemeinschaftshaus gestaltet werden kann. Dabei sei auch über die Baukosten geredet worden, die nach dem ursprünglichen Ansatz zwischenzeitlich gestiegen waren.

Bei vielen Anlässen hätten die Harbacher keine Räumlichkeit zur Verfügung gehabt und unter anderem mit einer Zeltüberdachung zufrieden sein müssen. Diese Zeit sei bald vorbei. Der Bürgermeister sagte, er hoffe auf eine Fertigstellung zum Ende des kommenden Jahres 2021.

Für Ortsvorsteher Schäfer stellt das neue Dorfgemeinschaftshaus einen Meilenstein für den Ort dar. Er sei froh, dass er sich nach seinem Amtsantritt an der Konzeptphase habe beteiligen können.

Insgesamt 20 Modelle waren nach der Ausschreibung von Architekten eingereicht worden, die alle einen besonderen Charme aufwiesen. Obwohl das Architekturbüro Schmees und Wagner dabei nur den zweiten Platz belegte, sei dieses Konzept stimmig gewesen und habe die Ansprüche für ein modernes Dorfgemeinschaftshaus erfüllt.

Berücksichtigt habe man auch, dass die umliegenden Dörfer bei Bedarf dort auch ihre Festlichkeiten ausrichten können. Zur Finanzierung hätten inzwischen auch Mittel aus der Hessenkasse zur Verfügung gestanden.

Der ursprüngliche Kostenrahmen ist um 1,6 Millionen Euro auf insgesamt 3,5 Millionen Euro gestiegen, wobei 1,5 Millionen Euro aus der Hessenkasse zur Verfügung stehen und die restlichen zwei Millionen Euro zu Lasten der Stadt gehen.

Das Planungskonzept füge sich mit dem hochgezogenen Dach gut ins Dorfbild ein und bilde einen markanten Punkt von allen Seiten. Schon von Weitem könne man später durch das Foyer Einblick auf das Innere gewinnen. Auf der linken Frontseite befinden sich Garderobe und Küche, auf der rechten Seite die Toiletten und ein Jugendraum.

Zimmermeister Jürgen Rinn aus Heuchelheim sprach den Richtspruch, in dem er seinen Dank an alle Planer und Ausführenden aussprach, auch der Stadt, die ja schließlich zum Richtfest das Bier bezahle. Bis jetzt sei beim Bau kein Handwerker zu Schaden gekommen. Rinn trank sein Glas aus und ließ es auf dem Grunde mit den Worten zerspringen: "Und deine Scherben bringen Glück und Segen ab dieser Stunde". Bürgermeister und Ortsvorsteher untermauert dies, in dem beide je einen Nagel in einem Balken der Dachkonstruktion einschlugen. dis/Foto: dis

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