Reinhardshainer sind stolz auf 700 Jahre

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Zur Mittagszeit ertönten sieben Kanonenböller – für jedes Jahrhundert einer – und der historische, stehende Festzug war offiziell eröffnet. Der Grünberger Stadtteil Reinhardshain feiert in diesem Jahr seinen 700. Geburtstag. Vor gut drei Jahren wurde der Verein "700 Jahre Reinhardshain e.V." mit Ortsvorsteher Rüdiger Hefter an der Spitze gegründet. Die "Buchfinken", wie die Reinhardshainer mundartlich genannt werden, waren in dieser Zeit noch näher zusammengerückt und präsentierten am Sonntag unter der Regie von Karlheinz Müller als Höhepunkt den Besuchern auf rund 50 Stellplätzen in Höfen und auf Straßen des alten Ortskerns ein reichhaltiges Angebot alten Brauchtums. Viele Interessierte waren gekommen, um das Zeitgeschehen früherer Zeiten mitzuerleben. Man konnte sich ein Bild davon machen, wie aufwendig es gegenüber heute war, das "tägliche Brot" zu erarbeiten.

Zur Mittagszeit ertönten sieben Kanonenböller – für jedes Jahrhundert einer – und der historische, stehende Festzug war offiziell eröffnet. Der Grünberger Stadtteil Reinhardshain feiert in diesem Jahr seinen 700. Geburtstag. Vor gut drei Jahren wurde der Verein "700 Jahre Reinhardshain e.V." mit Ortsvorsteher Rüdiger Hefter an der Spitze gegründet. Die "Buchfinken", wie die Reinhardshainer mundartlich genannt werden, waren in dieser Zeit noch näher zusammengerückt und präsentierten am Sonntag unter der Regie von Karlheinz Müller als Höhepunkt den Besuchern auf rund 50 Stellplätzen in Höfen und auf Straßen des alten Ortskerns ein reichhaltiges Angebot alten Brauchtums. Viele Interessierte waren gekommen, um das Zeitgeschehen früherer Zeiten mitzuerleben. Man konnte sich ein Bild davon machen, wie aufwendig es gegenüber heute war, das "tägliche Brot" zu erarbeiten.

Alte Gewerke im Überblick

In Reinhardshain sind noch zwei Backhäuser in Betrieb, welche angeheizt waren und zahlreiche Leckereien produzierten. Hautnah konnte man handwerkliche Gewerke (etwa Besenbinder, Schuster, Stellmacher, Korbflechter) sehen und erleben. Kleidungen aus allen Zeitepochen ab 1300 wurden präsentiert. Viel Aufmerksamkeit bekam der Hochzeitszug in Tracht mit Brautwagen, der von zwei Kühen gezogen wurde und mit zwei Brautjungfern besetzt war. Dabei handelte es sich um die "Haahepper Kraftsolms" und die hessische Volkskunstgruppe Marburg. Weitere Programmpunkte waren die Vorführung der Freiwilligen Feuerwehr Reinhardshain, Motorsägen-Schnitzkunst sowie Präsentationen von Oldtimern, Traktoren, Fahrrädern sowie Motorrädern aus den 1920ern bis 1970ern und Hausschlachtgerätschaften. Auch das Wahrzeichen von Reinhardshain, der nachgebaute Wasserturm, fehlte freilich nicht. Ortsdiener Heinz Schlosser war mit der Schelle zur Stelle und ein Kuhgespann mit Kastenwagen, auf dem die "Prominenz" Platz genommen hatte, bewegte sich durch die Festzug-Gassen.

Der Musikverein Stangenrod, die Sing- Spiel und Trachtengruppe Rüddingshausen und der Posaunenchor Winnerod spielten, auch das Drehorgel–Duo Rolf und Rita Mattern (Beuern) sowie die "Raazhaer Buchfaenke" erfreuten das Publikum. Ortsvorsteher Rüdiger Hefter eröffnete den offiziellen Teil. Landrätin Anita Schneider lobte die Arbeit des Festkomitees und der Dorfgemeinschaft und betonte: "Dieses Dorf mit seinen 630 Einwohnern steht für ein aktives Zusammenleben."

Bürgermeister Frank Ide meinte: "Alle haben viel gearbeitet, geschuftet und auf den heutigen Tag hingearbeitet. Das traumhafte Wetter belohnt die Arbeit." Auch Edgar Müller, Vertriebsverkaufsleiter bei Licher, bescheinigte den Bewohnern von Reinhardshain ein guts Miteinander. Er stiftete ein Fass Bier, der traditionelle Fassanstich erfolgte durch den Festzug – Organisator Karlheinz Müller.

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