In der Reformation verwurzelt

  • vonAnnette Bueck
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Grünberg (ab). Auch die Veranstaltungen der Allianzgebetswoche, die alljährlich Anfang Januar begangen wird, fanden in diesem Jahr überwiegend virtuell statt und jetzt ihren Abschluss in einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtmission in Grünberg. Auch dort waren zahlreiche Teilnehmer per Zoom zugeschaltet und bemüht, die Einheit der evangelischen Christen trotz der räumlichen Distanz zu spüren.

Umfangreich und vielfältig war die Liste der teilnehmenden Gemeinden und Organisationen, die Björn Zymna begrüßte. Für ihn, so der Prediger der Grünberger Stadtmission, sei das ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel, »wo schließlich auch Christen aller Nationen und Denominationen einmal vereint sein werden«. Neben den Chrischona-Gemeinden aus Sellnrod und Unter-Seibertenrod, der Stadtmission in Schotten und der freien evangelischen Gemeinde aus Laubach war auch die evangelische Kirchengemeinde Grünberg an der Veranstaltungsreihe beteiligt, aus technischen Gründen jedoch nicht zugeschaltet. Dennoch nahm Elvira Wolf als Vertreterin des Kirchenvorstandes teil.

Weiterhin waren die OMF, ein großes Missionswerk mit Hauptsitz in Mücke, und die Jugendorganisation ECJA, ebenfalls in Mücke ansässig, mit dabei. Deren leitender Referent Marco Gogg hielt - ebenfalls zugeschaltet - die Predigt, in der er erläuterte, dass Gottes großes Thema die Beziehung ist. Er ermutigte seine Zuhörer, sich auf diese Liebesbeziehung einzulassen, und zwar nicht nur sonntags im Gottesdienst, sondern »in allem, was ihr tut«.

Die beteiligten Gemeinden und Organisationen haben unterschiedliche Überzeugungen, Traditionen, Schwerpunkte und Zielgruppen, wie Zymna ausführte, es verbindet sie jedoch etwas ganz Wesentliches, nämlich die Verwurzelung in der Reformation und das gemeinsame Fundament in Luthers vier Soli: der Glaube, die Schrift, Christus und die Gnade. Dies zu betonen und die Verbundenheit untereinander zu stärken sei das Anliegen der Allianzgebetswoche, die eine Woche lang zu Gebetstreffen einlädt, die jeweils von verschiedenen Gruppen vorbereitet werden. Trotz großer Einschränkungen hinsichtlich der tatsächlichen Begegnungsmöglichkeiten wurde dies auch in diesem Jahr als horizonterweiternd und verbindend wahrgenommen - und auch kleinere technische Probleme bei der Übertragung taten dem keinen Abbruch. Der Vorteil der Teilnehmer am heimischen Bildschirm: Sie konnten die eingespielten Lieder lauthals mitsingen.

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