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Die "Kabörner Knallerfrauen" erhalten für ihren Steinzeittanz eine Rakete. Sven Knöß singt zum Thema "Düngen", begleitet von einem kleinen Landwirt. FOTOS: FP

Rakete um Rakete

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Grünberg(fp). Während die Steinzeithorde der "Kabörner Knallerfrauen" Probleme beim Entfachen eines Feuers hatte, war das Publikum seiner Zeit voraus und zündete Rakete um Rakete. Die gab es für die tollen Darbietungen bei der Faschingssitzung des Sportvereins Queckborn am Samstagabend in der Sport- und Kulturhalle.

Getreu dem Motto "Kaborn zurück in die Steinzeit" boten 92 Aktive einen bunten närrischen Reigen mit Tänzen und Reden. Dabei hatte der ausrichtende SV allein 45 Queckbörner im Programm, durch das Isabel Kaus und Sven Knöß führten.

Den Auftakt bestritt die Tanzgarde unter Leitung von Janine Stein. Die "Lollipops" nahmen das Publikum mit auf eine "verrückte" Klassenfahrt. Die Kindertanzgruppe des SV wird von Nadine Stein trainiert.

Mit Sven Knöß betrat sodann der örtliche Klimabotschafter die Bütt. Knöß ging auf die freitäglichen Demonstrationen der Schüler ein und geißelte die Kundgebungen der Erwachsenen gegen Windräder im Nachbarort. Während die Kinder für den Klimaschutz mobil machten, sorgten die Erwachsenen dafür, dass "alles den Bach runter geht", rief der Redner weiter aus. Knöß hob dabei die Rekorde 2019 in Deutschland hervor, mit Zulassungen von SUVs, Flugreisen und Kreuzfahrten. Positiv zu vermerken sei allerdings, dass Deutschland den einzigen völlig emissionslosen Flughafen der Welt besitze und meinte damit den immer noch nicht fertiggestellten Berliner Flughafen.

Für die Grünen ständen Einschränkungen oben an, so Knöß weiter, nannte dabei Dünge- und Fahrverbote. Seine Frage: "Wer verbietet eigentlich die Grünen?" Gespickt hatte Knöß seinen Vortrag mit mehreren Gesangseinlagen. Sechs Männer zeigten, was sie in ihrem Traumberuf wären. Dabei standen ein Holzfäller, Boxer oder Feuerwehrmann oben an. Sogar ein Gardemädchen, ein Priester und ein Frauenarzt fehlten nicht. Bei ihrer Darbietung waren die sportlich flotten Bewegungen exakt abgestimmt, damit sie sich nicht in die Quere kamen. Nicole Junker hatte den Auftritt einstudiert. Ein Medley aus verschiedenen Hits zeigte die Gruppe "Män’s 4 dänce". Unter Leitung von Lea-Sophie Keil und Carina Jäger stand der Auftritt unter dem Motto "Im Himmel ist die Hölle los".

Mottogetreu folgte der Steinzeittanz der "Kabörner Knallerfrauen". Tänzerisch und schauspielerisch stellte die Gruppe Probleme des Hühnchenfanges oder Feuermachens dar.

Hitzige Bühnenshow

In der hitzigen Bühnenshow eilten die "Feuersteins und Geröllheimers" samt Steinzeitauto zur Hilfe. Einstudiert hatte den Tanz Nicole Junker. Mit Gastauftritten erfreuten die Tanzgarde des KV Laubach (mit eigener Einstudierung), das Ballett aus Leidenschaft Grünberg (Trainerinnen: Franziska Dalitz, Sina Schäfer), "Four and a half men" Langd (Anna-Maria Baier) sowie die "Miesterer Hexen" (Lisa Stein). Für fast alle Darbietungen forderte das Publikum Zugabe oder zündete Raketen.

Am Sonntag folgte die Kindersitzung mit den Moderatoren Malin Junker und Finn Braun. 13 Programmpunkte erfreuten den Nachwuchs, vier davon aus Queckborn. Erstmals war das Kinderprinzenpaar aus Grünberg zu Gast.

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