Wo heute Baufahrzeuge dominieren, werden schon bald Fahrradfahrer die Szenerie beleben. Vom Fortgang der Arbeiten am neuen Radweg zwischen Lumda und Atzenhain überzeugt sich Thomas Heidlas, Bauamtsleiter der Gemeinde Mücke. FOTO: PM
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Wo heute Baufahrzeuge dominieren, werden schon bald Fahrradfahrer die Szenerie beleben. Vom Fortgang der Arbeiten am neuen Radweg zwischen Lumda und Atzenhain überzeugt sich Thomas Heidlas, Bauamtsleiter der Gemeinde Mücke. FOTO: PM

Radwegenetz wird immer dichter

  • vonred Redaktion
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Grünberg/Mücke(pm). Das Radwegenetz in der Region wird immer dichter: Im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens in Atzenhain wird nun ein Radweg von dem Mücker Ortsteil nach Grünberg-Lumda gebaut. Bauamtsleiter Thomas Heidlas und Bürgermeister Andreas Sommer (beide Mücke) überzeugten sich nun vor Ort vom Stand der Bauarbeiten. Der Unterbau ist bereits eingebracht, die Asphaltierung der Deckenoberfläche folgt demnächst.

Nicht der einzige Lückenschluss

Mit diesem Projekt will die Gemeinde Mücke ein weiteres Stück "fahrradfreundlicher" werden. Bereits in den vergangenen Monaten wurde intensiv daran gearbeitet, das Radwegenetz deutlich auszubauen. Beschlossen ist bereits eine Radwegeverbindung von Grünberg nach Flensungen.

Im Zuge der Erneuerung der Bundesstraße 49 von Flensungen nach Ruppertenrod wird auf Bestreben der Gemeinde Mücke parallel dazu ebenfalls ein Radweg installiert. Vertraglich bereits mit Hessen Mobil abgesichert ist die Anlage der lange schon von den Ilsdorfer Bürgern gewünschte Radwegeverbindung von Ilsdorf zur B 49. "Diese kommt spätestens im Jahr 2022", so Bürgermeister Sommer. Und ein weiteres Projekt sei in Vorbereitung: eine Radwegeverbindung von Bernsfeld nach Nieder-Ohmen. "Unterstützt durch eine beeindruckende Unterschriftensammlung" aus dem Ortsteil Bernsfeld liege bereits eine Anfrage beim hessischen Umweltministerium vor. Und zur Freude aller Radfahrbegeisterten gebe es dafür vom Land eine kräftige Finanzspritze: Seit Jahren werde in Hessen an guten Rad- und Fußwegen gearbeitet. Zwischen 2014 und 2019 seien für den Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen sowie für die Förderung der Nahmobilität in Städten und Gemeinden insgesamt 111 Millionen Euro ausgegeben worden.

Allein an Landesmitteln würden in den kommenden Jahren 176,5 Millionen Euro Bau- und Fördermittel für Radschnellverbindungen, Radwege an Landesstraßen und Fördermittel für die Nahmobilität in den Kommunen zur Verfügung stehen. Hinzu kämen weitere 67,5 Millionen an Bundesmitteln für Radwege an Bundesstraßen, die vom Land verbaut werden sollen.

Die Verantwortung für Radwege in Hessen liegt zum Großteil bei den Städten und Gemeinden. Aus diesem Grund unterstützt das Verkehrsministerium die hessischen Kommunen mit der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (kurz: AGNH) sowie fachlich mit Qualitätsstandards, Musterlösungen und Leitfäden beim Ausbau der Radinfrastruktur. Und die Maßnahmen werden finanziell gefördert. Zentraler Ansprechpartner für die Fördermittel ist Hessen Mobil. Landkreise, Städte und Gemeinden werden hier beraten und bei der Antragsstellung unterstützt. Darüber hinaus ist Hessen Mobil für die Radwege an Bundes- und Landesstraßen zuständig.

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