Tag der offenen Tür der TKS Grünberg lockt 2000 Besucher

Grünberg (tb). Wie der Steinzeitmensch Feuer machte, welche praktischen Anwendungen sich hinter dem Begriff »Robotik« verbergen, was die Bläser-Klassen draufhaben oder wie sich ein Rugby-Team motiviert, wenn es seinen Erstwohnsitz in Neuseeland hat – all das und noch viel mehr wurde beim Tag der offenen Tür der TKS geboten.

Die Zahl der Besucher dürfte sich – mit Blick auf die aktuell gut 1600 TKS-Pennäler, die Eltern künftiger Fünftklässler sowie auf die Rückstaus zur B49 hin – der 2000-Grenze genähert haben. Geboten wurde, das stellte auch Jörg Keller als Leiter der Theo-Koch-Schule heraus, ein »überaus buntes Programm«. Mithin dokumentierte die Gesamtschule ihr breites Spektrum der Lehrangebote und Lernmöglichkeiten – vermittelt nicht zuletzt durch die Profilklassen mit den Schwerpunkten auf Sport, Musik oder Naturwissenschaften (NaWi).

Hinzu kamen Informationen zur Organisation und Konzeption der integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Ganztagsangebot sowie zum Übergang in die Stufen 5, 9 und in die gymnasiale Oberstufe. Nicht zu vergessen die Berufsbörse: Heimische Industriebetriebe, Dienstleister oder die Universität Gießen präsentierten sich den potenziellen »Azubis«. Großes Interesse fanden vor allem die anschaulichen Projekte: Experimente der NaWi-Klassen, Speed-Stacking, der »Pepsi-Test« oder das Herstellen von »Zauberschleim« etwa. Nicht weniger als 100 Angebote erheischten das Interesse der Besucher.

Bis Mitte der 20er stabile Zahlen

Unterteilt waren diese in die Bereiche Beratungs- und Erziehungsarbeit (Beispiel: Schulsozialarbeit, Drogenprävention), schulische Projekte (Weltladen, Amnesty International), Berufsorientierung/Arbeitslehre (»Planet Berufe«), »Rund um den Unterricht« (»Jugend debattiert«), Wirtschaftswissenschaften (»Homo Oeconomicus vs. Homo Oecologicus«), Darstellendes Spiel (Bewegungstheater), Kunst (Fotogramme), Musik (Auftritte der Schulband), Naturwissenschaften (mathematische Zaubereien), Sport (Zumba, »Rugby bilingual«) und Fremdsprachen (»Übrigens: Latein ist interessant«).

Apropos: Was viele Schulen drückt, die Sorge um rückläufige Kinderzahlen, ist für die TKS Grünberg kein Thema. Zumindest nicht in naher Zukunft: »Der Schulentwicklungsplan weist bis Mitte der 2020er Jahre stabile Zahlen aus«, erklärt Jörg Keller, seit gut einem Jahr Direktor. Er spricht von »Alleinstellungsmerkmalen« der integrierten Gesamtschule (ein Stichwort: G9). Das Einzugsgebiet der TKS ist freilich groß. Und: Die äußeren Bedingungen vom Unterricht konnten in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert werden, der Investitionsstau der Unterrichts- und Verwaltungstrakte aus den 1970ern wurde nahezu aufgelöst.

Jetzt fehlt nurmehr ein letzter Neubau: Gemäß Planung würde der 16 Klassenräume sowie eine Aula mit 450 Plätzen umfassen. Der Bedarf ist augenscheinlich: Das Ende der 60er errichtete Haus H (alte Berufsschule) befindet sich, allein was seinen energetischen Standard anbelangt, auf dem Niveau »vorsintflutlich«. Die Pavillons (Haus K und L) nicht minder. Weiter: Die Mensa mit ihren 90 Plätzen ist – schon gar unter der Perspektive Ganztagsschule – zu klein. Ebenso die per Trennwand abgeteilte Aula (120 Plätze). Der Neubau würde sämtliche Bedarfe abdecken und den Abriss der auch ästhetisch gewöhnungsbedürftigen Altbauten H, K, L erlauben. Laut Jörg Keller ist die Maßnahme vom Schulträger Landkreis Gießen bereits ausgeschrieben. Keller hofft, dass die positiven Signale nicht trügen und tatsächlich 2016 Einweihung gefeiert werden kann.

Neues Unterrichtsgebäude an TKS Grünberg eingeweiht »Neuer Klassentrakt in 2014« heißt jetzt das Ziel an der TKS

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare