"Grimmich" selbst ist immer wieder ein gefragtes Motiv.
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"Grimmich" selbst ist immer wieder ein gefragtes Motiv.

Oberhessische Kunstausstellung in ungewohntem Format

  • vonred Redaktion
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Grünberg(pm/ik). Weitgehend in Verzicht üben müssen sich Kunstfreunde, die sich auf die für heute geplante Eröffnung der Oberhessischen Kunstausstellung gefreut haben: Die gewohnte Schau als "Vorbote" des Gallusmarktes wird es coronabedingt nicht geben, der "Grimmicher Gallmärt" selbst ist abgesagt. Doch es gibt eine Ersatz-Bilder- und Fotoschau.

Die Oberhessische Kunstausstellung erfreute sich seit ihrer Premiere großer Beliebtheit. In jedem Jahr nehmen etwa 50 Künstler mit insgesamt bis zu 140 Werken teil; die Schau wird jedesmal von über 600 Interessierten besucht. Finanziell unterstützt wird die Ausstellung schon seit vielen Jahren von der Stiftung der Sparkasse Grünberg. Die 49. Ausstellung sollte ab heute in bewährter Weise im Barfüßerkloster präsentiert werden. Die erste Ausstellung fand 1972 mit 50 Werken unter der Regie des Oberhessischen Künstlerbundes (OKB) im Gemeindesaal der Stadtkirche statt. Unter den ausstellenden Künstlern waren auch die Grünberger Erich Carl Arabin und Edda Seydel-Richter. Auch die zweite (1973) und dritte (1974) Kunstaustellung wurde vom OKB vorbereitet und ausgerichtet. 1974 wurde sie erstmals im Foyer der Gallushalle präsentiert. Erstmals 1975 wurde die Oberhessische Kunstausstellung anlässlich des Grünberger Gallusmarktes von der Gallusmarkt-Kommission organisiert. Der hierfür gegründete Kunstausschuss ist heute fester Bestandteil der Gallusmarktkommission.

Kunstgenuss beim Schaufensterbummel

Manfred Albrecht führte den Ausschuss seit 1975 viele Jahre als Vorsitzender. Eine seiner vielen Ideen war, dass die Stadt in jedem Jahr ein Bild aus der Ausstellung ankauft und so die Arbeit der Kunstschaffenden würdigt.

Die erste vom Kunstausschuss organisierte Ausstellung bot breiten Raum für künstlerisches Schaffen. Erstmals konnten auch "Amateure", die nicht mit der Kunst Geld verdienten und zu Hause im stillen Kämmerlein ihren künstlerischen Fähigkeiten nachgingen, ihre Werke ausstellen. Auch bei den folgenden Ausstellungen waren Amateure und Berufskünstler gleichberechtigt zugelassen.

Die Oberhessische Kunstausstellung entwickelte sich zu einer offenen Ausstellung ohne Vorgaben für die Künstler. Inzwischen werden Werke von Künstlern aus dem weiteren Umfeld von Grünberg im Barfüßerkloster präsentiert. Alle Stilrichtungen sind vertreten. Immer mehr neue Techniken finden Einzug in die Ausstellung. Deren Eröffnung wird seit 1979 musikalisch umrahmt. Die vielen Besucher der Vernissage lauschten den klassischen Darbietungen der Schülerinnen und Schüler der Musikgruppe von Helga Zabel. Diese würdevolle Umrahmung wird bis heute beibehalten.

Seit drei Jahren organisiert und präsentiert der Kunstausschuss einen Fotowettbewerb anlässlich der Oberhessischen Kunstausstellung. Aufgebaut wird die Foto-Ausstellung im Foyer des Rathauses.

Der Kunstausschuss präsentiert die Oberhessische Kunstausstellung in diesem Jahr in einer Videoshow; die Bilder werden digitalisiert dargestellt. Auch die Fotoausstellung ist diesmal anderes. Die Fotos unter dem Motto "Gallmärt trotz(t)" sind in den Geschäften der Grünberger Werbegemeinschaft ausgestellt und können beim Schlendern durch Rabegasse und Marktgasse besichtigt werden - mit gebotenem Abstand. FOTO: ARCHIV

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