Neues aus dem "Zauberwald"

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Grünberg (tb). Schuttberge zeugen davon: Nach einiger Verzögerung ist der Umbau der AWO-Freizeitstätte zur Kindertagesstätte gut vorangekommen. Wann aber die ersten "kleenen Grimmicher" hier betreut werden, lässt sich noch nicht sagen. Sicher aber scheint: Es werden mehr als gedacht. Waren sich doch die Fachausschüsse des Parlaments am Dienstag darin einig, eine weitere Gruppe einzurichten. Der Ausgabebedarf für die neue Kita mit Namen "Zauberwald" steigt damit - Stand jetzt und ohne die Kosten des Ankaufs - um rund 550 000 Euro.

Die Ebenfalls empfohlene Neupflasterung des Hofs sowie der Bau einer Zufahrt mit 120 000 Euro eingerechnet, belaufen sich die Gesamtkosten nun auf 2,6 Mio. Euro.

Dass der Bedarf auch in Grünberg weiter steigt, schickte Bürgermeister Frank Ide den Erläuterungen von Architektin Stefanie Muskau voraus. Danach hat sich der ursprüngliche Plan, den Küchentrakt auszubauen, um von hier aus alle Grünberger Kitas mit Mittagessen zu versorgen, zerschlagen. Nicht zuletzt aus den behördlichen Auflagen, die unter anderem eine komplexe, mithin teure Lüftung implizierten, resultierte ein Ausgabebedarf von 850 000 Euro. Was weit über der "seitherigen Vorstellung" lag.

Förderung steigt auf eine Million

Also kam’s zu dieser Alternativplanung: Der alte Küchentrakt wird zu einem Multifunktionsbereich mit Mehrzweck-, Essens-, Abstell- und Küchenraum sowie WCs umgestaltet. Somit wird im Hauptgebäude Platz für eine fünfte (U3-)Gruppe geschaffen. Weiterer Vorteil: Die Nestgruppen befinden sich nun im "Ostflügel", die "Großen" werden, abgetrennt durch Differenzierungs- und Sanitärräume, im "Westflügel" betreut.

Angesichts der Summe von 550 000 Euro für den Umbau und der ohnehin zu finanzierenden Entkernung fragte Siegbert Damaschke (CDU), ob nicht ein Abriss des Küchentrakts und Neubau günstiger käme.

Dass dem nicht so sei, betonte Muskau. Bürgermeister Frank Ide sekundierte, verwies auf die drei Millionen Euro, die die viergruppige Kita im Baumgartenfeld bereits gekostet habe. Aufgrund des Preisauftriebs sei inzwischen bereits mit einer Million Euro für eine Gruppe zu rechnen.

Da für den Umbau gewährte Landesförderung von 160 000 auf 250 000 Euro je Gruppe erhöht wurde, man also mit einer Million rechnen könne, komme die Stadt - trotz aller Mehrkosten - doch rechts günstig weg.

Ide entließ die Stadtverordneten dann mit dem Rat nach Hause, sich schon mal mit dem Gedanken an einen weiteren Neubau vertraut zumachen: Auch nach Eröffnung des "Zauberwald" mit - inklusive der Waldgruppe - fünf Gruppen bleibe ein Fehlbedarf.

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