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Vorsitzender Nico Döring beim Auffräsen des neuen Wildblumenstreifens.

Neuer Wildblumenstreifen

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Grünberg (la). Die Prozesse in der Natur, die durch Sonne und Mond wiederkehrend bestimmt werden, kennen weder Lockdown noch Pause in der Coronapandemie. Der biologische Rhythmus des Lebens in der Natur lässt sich von von Menschen gemachten Dingen nicht beeinflussen, schon gar nicht aufhalten. Sie erwacht erneut nach der Winterpause unter den wärmenden Sonnenstrahlen, und die heimische Vogelwelt hat mit der Balz und dem Nestbau zur neuen Jungengeneration begonnen.

Die beiden Vorsitzenden des Vogel- und Naturschutzvereins (VNS), Harald Braun, und des Vereins für Obstbau- und Kleintierzucht (VOK), Nico Döring, haben sich darauf verständigt, einen neuen Wildblumen-Blühstreifen für Insekten und für Wildvögel an der Streuobstwiese zur Lehmkaute anzulegen. Der VNS betreut das Gelände und hatte die Wildblumensamen, der VOK die benötigten Gerätschaften zur Blühstreifenbearbeitung. Unter dieser zwanglosen Kooperation und Bündelung der Vereinskräfte und Interessen wurde mit kleinstem Personalaufwand kurzfristig und passend zum Frühlingsbeginn ein Blühstreifen zum Nutzen der heimischen Natur in der Streuobstwiese angelegt.

Wertvoll ist diese Maßnahme, weil sie die Entwicklung von Insekten wie Hummel, Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer, Schmetterlinge, Nachtfalter, Eidechsen, Blindschleichen und vielen weiteren im besagten Areal fördert und damit den Lebensraum allgemein nicht nur für Vögel und Igel gleichermaßen aufwertet.

Beide Vereine partizipieren am Ergebnis, und hoffentlich wird dies auch bei Wanderern und Spaziergängern in Harbach geschätzt, die sich bald optisch an der Blütenpracht und am Insekten-Lebensraum erfreuen können.

Ruhebank und Infotafel

Eine Ruhebank an der Streuobstwiese und eine Infotafel zum Lebensraum Streuobstwiese laden zum Verweilen ein. Wer sich ruhig verhält und Glück hat, kann dabei auch den tagaktiven Steinkauz beobachten, der im Areal einen festen Nistplatz hat. Folgt der Spaziergänger dem Sommermühlenfeldweg nach Osten, kommt er nach rund 300 Metern zur ehrwürdigen »ElsaRuh«, die erneut zu Rast und Entspannung einlädt.

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