Offizielle Übergabe des neuen Rad- und Wirtschaftsweges an der Stangenröder Straße. 	FOTO: TB
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Offizielle Übergabe des neuen Rad- und Wirtschaftsweges an der Stangenröder Straße. FOTO: TB

Radwegebau

Neuer Radweg verbindet Mücke und Grünberg

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Im Rahmen der Flurbereinigung ist ein Rad- und Wirtschaftsweg zwischen Atzenhain und Lumda gebaut worden. »Eine gute Kombination«, hieß es bei der offiziellen Freigabe.

Grünberg: Gut für Landwirte, gut auch für Radfahrer, zumal diese nun abseits öffentlicher Straßen zum Lumdatalradweg gelangen können: Im Rahmen der Flurbereinigung Atzenhain ist zwischen dem Mücker Ortsteil sowie Stangenrod und Lumda ein kombinierter Rad- und Wirtschaftsweg entstanden.

71 Prozent der Gesamtkosten von 290 000 Euro tragen Bund, Land und der EU-Landwirtschaftsfonds, der Rest geht zulasten der Kommunen.

Darauf wies gestern Morgen Projektleiter Timo Carl vom federführenden Amt für Bodenmanagement Fulda hin, als der Rad- und Wirtschaftsweg in Anwesenheit von Vertretern der Gemeinden, Firmen und Behörden offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.

Neuer Radweg zwischen Mücke und Grünberg: Auch Naturschutz vorangebracht

Die insgesamt 2,25 Kilometer langen asphaltierten Wege, so Carl, sind zugleich der letzte Ausbauabschnitt der Flurbereinigung. Eingeleitet worden war die zum Bau der Ortsumgehung Atzenhain. Das Dorf litt über Jahrzehnte darunter, dass die Ortsdurchfahrt als Autobahnzubringer diente.

Zu den Zielen des Verfahrens zählten zunächst das Bereitstellen der Grundstücke für die Umgehung wie die Ausgleichsflächen, die Anpassung des Wege- und Gewässernetzes (Minderung von »Durchschneidungsschäden«) oder eine Bodenneuordnung, indem Flächen zu größeren Wirtschaftseinheiten zusammengelegt wurden. Im weiteren Verlauf sollten dann weitere Ziele hinzutreten, darunter Neubau und Instandsetzung von Wegen oder ein Drehen der Bewirtschaftungsrichtung.

Neuer Radweg zwischen Mücke und Grünberg: „Tolle Sache“

Inzwischen also sind alle Baumaßnahmen erfolgt, in Kürze erfolgt die abschließende Neuordnung und Übergabe der Grundstücke - die Flurbereinigung steht vorm Abschluss. Wie Carl hervorhob, stammte die Idee für den gemarkungsübergreifenden Wegebau aus dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Da somit nicht nur die Äcker und Wiesen leichter erreichbar, sondern auch das Radwegenetz erweitert würde, seien die Kommunen bald im Boot gewesen. Bestätigte auch Mückes Bürgermeister Andreas Sommer, der darin einen weiteren Schub für die Förderung des Radverkehrs sah. Insgesamt sei die Flurbereinigung eine »tolle Sache«, auch da der Arten- und Naturschutz, etwa durch Anlage von Gewässerschutzstreifen, vorangebracht und Pachtverträge mit Landwirten geordnet und angepasst werden konnten.

Lob hatte ebenso der Grünberger Amtskollege Frank Ide parat, der auch den Ortsbeiräten für ihre Initiative dankte. »Vernünftige Wege, Kosten im Rahmen gehalten - da ist etwas Gutes gelungen«, meinte denn auch Atzenhains Ortsvorsteher Thomas Röhrig. Nur positiv auch das Fazit von Kurt Biedenkapp, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft: »Die Flurbereinigung ist zu einer Bereicherung für die Landwirte geworden.«

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