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Neue Bestattungsform auf Friedhof Weickartshain

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Grünberg(tb). Mit Weickartshain hat nun bereits der dritte Grünberger Stadtteil einen "Memoriam-Garten". Und der vierte soll bald folgen, wünschen doch auch die Harbacher diese nicht mehr ganz so neue Bestattungsform.

Bei der gestrigen Segnung der Fläche mit sieben Erd- und insgesamt 36 Urnengrabstätten erklärte Ortsvorsteher Eberhard Schlosser, nun gehe ein Wunsch des Ortsbeirates in Erfüllung. Der Wunsch, auch den Weickartshainer eine Bestattungsform zu ermöglichen, die den gesellschaftlichen Veränderungen gerecht wird: Eine Grabstätte im Heimatdorf, um deren Pflege sich keiner der Angehörigen - heute oft weit entfernt lebend - mehr kümmern muss. Wie von den beteiligten Unternehmen zugesagt, sei auf dem Friedhof ein "besonderer Ort entstanden, der sich durch anspruchsvolle und naturnahe Gestaltung auszeichnet - ein Garten der Erinnerung."

Für Gott, so Pfarrerin Cordula Michaelsen, mache es keinen Unterschied, wo wir die letzte Ruhe finden, daheim, in der Ferne, in einem "Ruheforst". Sehr wohl aber mache es einen Unterschied für die Menschen, die sich einen würdigen Platz wünschten. Gerade für die kleinen Dörfer, für die Gemeinschaft dort, sei der Friedhof vor Ort wichtig. Biete er doch vielen Trost, da sie bekannte, liebe Menschen treffen könnten. Gedanken, die Bürgermeister Ide aufgriff, die die Stadt mit dazu bewegt hätten, keine Waldbegräbnisstätte zu schaffen.

Mit einem Gebet, gesprochen vom katholische Pfarrer Matthias Wunderle, fand die Segnung des Memoriams-Gartens dann ihren würdigen Abschluss. Foto. tb

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