Museum im Spital eröffnet heute Sonderausstellung

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Grünberg (pm). Am Freitag, 21. Juni, 16 Uhr, wird im Museum im Spital die Sonderausstellung über die Sokorpa-Yukpa in Kolumbien eröffnet. Ihre Lebenssituation ist eines von vielen Beispielen der existenziellen Bedrohungslage indigener Gruppen Südamerikas. Vor allem im Grenzgebiet zuVenezuela und Brasilien verdichten sich Konflikte. So sind etwa mit dem neuen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, der indigenes Land zur wirtschaftlichen Ausbeutung freigeben möchte, auch die vom Grünberger Forscher Theodor Koch beschriebenen Amazonasindianer in der Existenz bedroht.

Eine der über 100 indigenen Gruppen Kolumbiens ist die Sokorpa-Yukpa in der Serranía de Perijá, einem nördlichen Andenausläufer. Seit Jahrzehnten führen sie einen Kampf um ihr Territorium. Während sie dabei bisher eher auf Abschottung setzten, wollen sie heute, dass die Welt von ihrer Existenz und ihrem Lebensstil erfährt. Teil dieser neuen Strategie ist der Bildband "nanarh yukpapi". Hierfür haben sich die Anführerin Esneda Saavedra Restrepo und die Bewohner des Gebiets Sokorpa mit dem Fotografen Chris Schmetz und der Sozial- und Kulturanthropologin Anne Goletz zusammengetan. So entstanden einzigartige Fotos und individuelle Geschichten, die einen ganz persönlichen Zugang zu den Lebens-bedingungen der Etnie ermöglichen.

Im Rahmen der Ausstellung findet am Mittwoch, 24. Juli, 18 Uhr, im Museum ein Vortrag von Goletz und Schmetz mit Bildern von Forschungs- und Fotoreisen 2014 - 2019 statt: "Kampf um das Territorium - die Sokorpa-Yukpa in Kolumbien".

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