Von Mindeststärke weit entfernt

  • vonHans-Joachim Losert
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Grünberg(fp). Die Feuerwehr Göbelnrod kämpft um ihren Fortbestand. Mit drei Frauen und sechs Männern in der Einsatzabteilung ist man derzeit weit von der geforderten Mindeststärke von 18 Kräften entfernt. Zudem fehlt ein stellvertretender Wehrführer, denn Manuel Grasmäher hat das Amt zum Ende des vergangenen Jahres niedergelegt.

In naher Zukunft muss über eine Fusion mit einer Nachbarfeuerwehr oder gar über die Schließung des Standortes entschieden werden. Die verschiedenen Optionen fanden am Samstagabend bei der Hauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Eingang in eine Diskussion. Dabei bescheinigten sowohl Bürgermeister Frank Ide, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jan Erb und Ortsvorsteher Jens Müll den verbliebenen Kameraden hohes Engagement und Motivation. Immer wieder habe man versucht, mit Flyern oder Tagen der offenen Tür neue aktive Mitglieder zu finden, so Erb. Nun müssen auch die Einwohner entscheiden, wie wichtig ihnen eine Feuerwehr im Dorf ist, ob jemand bereit ist, Dienst zu versehen.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor und Bürgermeister Ide gingen auf die rechtlichen Grundlagen ein, im Besonderen auf die geforderten Mindeststärken. Außerdem sei bis Mitte Februar ein neuer stellvertretender Wehrführer zu benennen. Fänden sich keine weiteren Mitstreiter, könne eine Zusammenlegung mit einer Nachbarwehr erfolgen. Im schlimmsten Fall drohe die Schließung des Standortes, dies möchte aber niemand, betonten die Redner. Diese zollten den Aktiven Dank und Anerkennung, die ungeachtet der prekären Situation weiterhin ihren Dienst versehen.

Für den Förderverein berichtete Vorsitzende Tamara Pitzer über die Aktivitäten 2019. Mitverantwortlich war man für die Ausrichtung des Gaudi-Wettkampfes der Stadtjugendfeuerwehr. Beim Dorffest stellte man Helfer, der Tag der offenen Tür musste ausfallen, ist aber für dieses Jahr wieder geplant.

Einen soliden Finanzbericht legte Rechner Armin Velten vor. Die Kassenprüfer Burkhard Müller und Otto Klockemann bescheinigten tadellose Buchführung, die Entlastung erfolgte einstimmig. Beide Prüfer bleiben noch ein weiteres Jahr im Amt.

Wehrführerin Tamara Pitzer blickte in ihrem Bericht auf 23 Übungen und drei Einsätze zurück. Hinzu kommen zwei Alarmierungen, bei denen man aus Personalmangel nicht ausrücken konnte. Aktive beteiligten sich an zwei gemischten Staffeln mit Stockhausen und Beltershain an den Feuerwehrleistungsübungen, erreichten die Leistungsstufen Gold und Silber. Tim Kremer wurde zum Gerätewart ernannt.

Zwei Jungen und drei Mädchen trafen sich in der Nachwuchsabteilung zu 21 Übungen, berichtete Jugendfeuerwehrwart Justin Altscher. Auf Wunsch der Jugendlichen standen Erste Hilfe und eine gemeinsame Übung mit der Einsatzabteilung ganz oben auf dem Plan. Teilgenommen hat man am Gaudi-Wettkampf, führte Ausflüge in einen Trampolinpark sowie in den Movie-Park Bottrop durch. Neue stellvertretende Jugendwartin wurde Romina Wilsch. Weiterer Bericht folgt.

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