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58 Meter Spaß für Grünbergs Freibad

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Die Corona-Krise, so steht zu hoffen, wird im Laufe der nächsten Monate vorüber sein, der Alltag wieder in den gewohnten Bahnen ablaufen. Auch in Grünberg zählt dazu, dass stets im Frühjahr das Freibad öffnet.

Die Brigaden vom städtischen Bauhof und der Betreiberfirma AS treffen bereits die Vorbereitungen, säubern Becken, Sanitärräume und Liegewiesen. "Geplant hatten wir die Eröffnung am 1. Mai, zumal der in diesem Jahr günstig auf ein verlängertes Wochenende fällt", sagt Bürgermeister Frank Ide. Aber, und da ist er nicht allein: "Momentan glaube ich nicht daran."

Bereits seit 2018 haben die Grünberger eine effizientere Beckenbeheizung: Im Zuge der Sanierung des Eingangsgebäudes wurde nicht nur die Solaranlage erneuert, seither kann auch das Blockheizkraftwerk zugeschaltet werden. Früher angenehme Wassertemperaturen - schon ein Argument im Wettbewerb um die Gunst der Wasserratten. Wie jetzt zu sehen, kommt ein weiteres hinzu: eine neue, 58 Meter lange Rutsche. Die Arbeiten sind nahezu fertig, eigentlich könnte sich am 1. Mai der Erste der Schwerkraft hingeben und sich in glasfaserverstärkte Kunststoffröhre stürzen - eigentlich (siehe oben).

Wie berichtet, hatten Grünbergs Stadtväter vor Jahresfrist entschieden, die in die Jahre gekommene 38 Meter lange Rutsche zu ersetzen. Erwogen wurden gar eine wettbewerbstaugliche Variante mit zwei Bahnen, was aber wegen dann erforderlicher Aufsicht fallengelassen wurde.

Zur Finanzierung greift die Kommune auf die Hessenkasse zurück, bezahlt daraus die Rechnung von rund 200 000 Euro, abzüglich des zehnprozentigen Eigenanteils. Für diese Verwendung eines Teils der Landesmittel - Grünberg erhält insgesamt 3,4 Millionen Euro aus der Hessenkasse - sprach zweierlei: Das Freibad gewinnt an Attraktivität und an Einnahmen. Zudem kommt die Rutsche, anders als etwa das Bürgerhaus Harbach, den Bewohnern aller 14 Stadtteile zugute - mal abgesehen von den wasserscheuen. tb/FOTO: TB

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