Mehr Geld fließt ins Brunnental

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Grünberg(tb). Nein, so sei es nun auch nicht, widersprach Bürgermeister Frank Ide. Nicht jedes Projekt komme die Stadt am Ende erheblich teurer. Ein Beispiel dürfte die Kita "Zauberwald" werden. "Das liegt vielleicht am Namen", scherzte darauf ein Mitglied des Bauausschusses.

Der beriet am Mittwoch das Projekt "Brunnental". Und winkte am Ende einstimmig die Magistratsvorlage durch, wonach die Kosten voraussichtlich auf 370 000 Euro steigen, daher ein Nachschlag von 120 000 Euro erforderlich ist.

Ergebnis von Änderungen am Erstentwurf, die auf Vorschlag der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe unterm Dach des Verkehrsvereins, aber auch des Kindergarten-Elternbeirats vorgenommen wurden.

Ein Beispiel dafür ist die Erweiterung des Spielplatzes samt Bau eines "Matschplatzes". Und die Materialkosten für Pumpen-Modelle, die Besuchern der Ausstellung die Technik der vor 600 Jahren geschaffenen Grünberger "Wasserkunst" veranschaulichen werden. Heißt: Zu zeigen, wie es den Vorfahren gelang, mit einfachsten Mitteln das Quellwasser 54 Meter bergan in die Stadt zu pumpen. Nicht vergessen aber sei: Dank jüngster neuerlicher Änderungen, abgestimmt zwischen Verwaltung, Planer und Arbeitsgruppe, konnten die Kosten um immerhin 40 000 bis 50 000 Euro gedrückt werden. Unter anderem wurden die Fitnessgeräte für Erwachsene am neuen Kneippbecken gestrichen.

Vor dem Bauausschuss stellte nun Planer Franz Griebel den endgültigen Entwurf für den Wasserspielplatz vor. Unterhalb des Wasserrades werden sich neben besagtem Matschplatz etwa eine Archimedische Schraube sowie eine Wasserbaustelle (mit kleinem Bagger!) befinden.

Naturpfad in Arbeit

In Kombination mit der neuen sechs mal dreieinhalb Meter großen Kneippanlage - ihr Vorgänger unterhalb des Winterplatzes wird mittelfristig abgerissen - entsteht somit ein "Mehrgenerationenplatz". Dessen Kosten belaufen sich allein auf netto 201 000 Euro, davon rund 18 000 Euro für das Kneippbecken. Skeptische Stimmen aus dem Ausschuss betrafen Vandalismusschäden. Diese Gefahr schätzt Ide als recht gering ein: "Das Klientel dürfte den weiten Weg ins Tal scheuen." Erfahrungen am Rondell hätten zudem gezeigt: Keine Beleuchtung hilft.

Was die Pflege angeht setzt der Verwaltungschef auf die in der Arbeitsgruppe bzw. dem Verkehrsverein engagierten Ehrenamtler. Zumal: "Das Projekt hat geradezu eine Aufbruchstimmung in unserer Stadt erzeugt."

Die Wasserkunst zählt Ide zu den "bedeutendsten Entwicklungen der Stadtgeschichte". Diese soll daher künftig Besuchern wie Grünbergern nähergebracht werden. Zuvörderst durch einen "Historischen Wasserweg" mit Pulttafeln und einer mobilen Ausstellung auf Roll-ups. Da das Tal zu großen Teilen unter Naturschutz steht und viele Bio- und Geotope beherbergt, wird überdies ein Naturpfad entwickelt.

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