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Marcel Schlosser

Marcel Schlosser will’s wissen

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Grünberg (tb). Aus einem weiteren »Alleingang« wie 2015 wird es nichts: Frank Ide, seit 17 Jahren Bürgermeister in Grünberg, bekommt bei der Wahl am 26. September Konkurrenz. Gestern Abend tagende Mitgliederversammlung der CDU nominierte ihren Vorsitzenden Marcel Schlosser zum Kandidaten - von 23 Wahlberechtigten stimmten 23 für den 30-Jährigen.

Ide (58) wird in Bälde bei einer Mitgliederversammlung seiner Freien Wähler um eine Nominierung »ersuchen«. Die Rückendeckung durch die Basis dürfte sicher sein. Während die Entscheidung des amtierenden Bürgermeisters schon »ewig« feststehen dürfte - auch wenn er dies bisher mit dem Zusatz »Stand heute« verband -, war dies bei Schlosser anders. Zwar schon länger als Bewerber gehandelt, hieß es von Insidern lange Zeit: »Nein, er will Ides letzte Amtszeit abwarten.« Es kam anders: Schlosser will’s wissen. Und sollte es beim ersten Anlauf nicht reichen, könnte er ja - nun mit der wertvollen Erfahrung eines Persönlichkeitswahlkampfs - einen zweiten starten. Der Beltershainer hat 2018 eine Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt absolviert. Er war zunächst bei der Gemeinde Reiskirchen beschäftigt, wechselte 2019 zum Verwaltungsverband Lich/Laubach, wo er nun Leiter der Stadtkasse ist. Seit 2015 ist er Vorsitzender der CDU Grünberg. Im April war er zudem zum neuen Vorsitzenden der Fraktion im Stadtparlament gewählt worden. In deren und mithin auch seinem Namen hatte er eine »nachhaltige und moderne Gestaltung« der Stadt als Ziel benannt. Wohl wissend, dass sich auch die Ostkreiskommune durch die Pandemie mit immensen Herausforderungen konfrontiert sieht - auch in finanzieller Hinsicht. Grünberg, so Schlosser, sollte seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, müsse zugleich aber wirtschaftlichen Wohlstand sichern. Er steht denn auch für das Schaffen neuer Arbeitsplätze (»endlich das Gewerbegebiet Lumda realisieren«), für eine Förderung der Gründerkultur und das Vorantreiben der Digitalisierung - auf dass Grünberg auch für kommende Generationen attraktiv bleibe.

Am Ende noch einer Parallele zu Laubach: Dort trat bei der Bürgermeisterwahl ein CDU-Mann an, für den der Humor im Leben nicht zu kurz kommen darf: Björn Erik Ruppel. Nicht anders dürfte es bei Schlosser sein, ist er doch Vorsitzender des Karnevalvereins Beltershain. FOTO: PM

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