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Mit einer eigenen Ausstellung präsentieren sich die Fotografen im Barfüßerkloster. Foto: dis

"Lichtmaler" geben im Barfüßerkloster ihr Debüt

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Grünberg(dis). Ihre erste Ausstellung eröffnete am Sonntag die seit etwa einem Jahr bestehende Fotogruppe "Lichtmaler" im Barfüßerkloster. Anlässlich der Vernissage wies Fritz Reinhard in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Anregung zur Ausstellung von seinem Mitstreiter Hans-Ludwig Vogler gekommen sei. In dieser Schau wolle man die Besucher nicht mit einer Bilderflut konfrontieren, sondern zu einem genauen Hinschauen veranlassen und verdeutlichen, was ein gutes Bild ausmacht.

Seitens der Fotogruppe wies Gabriele Winter darauf hin, dass Fotos gegenwärtig eine zentrale Bedeutung in der Kommunikation zukomme. Heutzutage sei ein Bild schnell mit dem Smartphone gemacht. Sozialisation, Erfahrungen, Weltansichten und die Persönlichkeit bestimme den menschlichen Blick auf die Außenwelt. Die anscheinend objektive Reproduktion der Welt sei allerdings eine Fiktion. Bildschärfe werde in der Fotografie nicht selten zum Kriterium der Objektivität genommen, doch damit bilde der Fotograf die anscheinend objektive Wirklichkeit nur durch seinen eigenen Blick ab.

Ernst Ludwig Kircher merkte an: "Wichtig ist, dass man begreift, dass die Kunst gestaltet, nicht darstellt. Das ist ein ganz großer Unterschied. Gestalten ist freie geistige Tätigkeit."

Manuela Daniel, die sich schon als Malerin einen Namen gemacht hat, betonte, dass man aus unterschiedlichen Gründen fotografiere und jeder irgendwie ein gutes Bild machen möchte. Manchem genüge ein technisch perfektes, scharfes und gut belichtetes Foto, ihr nicht. Ihren Blickwinkel auf die Welt sichtbar zu machen, das sieht sie als entscheidende Motivation. Um ihre Art der Wahrnehmung sichtbar zu machen, sei eine hochwertige Ausrüstung und eine hohe Pixelzahl nicht ausschlaggebend. Man müsse die Möglichkeiten kennen, die zur Verfügung stehen, und wissen, wie Kamera und Belichtung funktioniere. "Wir sollten Regeln lernen und theoretisches Wissen verinnerlichen", lautet ihr Credo.

Die Ausstellung im Barfüßerkloster kann noch bis Sonntag, 24. November, wochentags von 16 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. Am Sonntag ist die Schau von 14 bis 19 Uhr zu besichtigen.

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