»Legitime Möglichkeit«

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Grünberg/Hungen (pm). Die Bürgermeister Frank Ide (Grünberg) und Rainer Wengorsch (Hungen) wehren sich gegen die Scheinkandidatur-Vorwürfe der Jungen Union. Ihre Kandidatur auf den Wahllisten der Freien Wähler zur Kommunalwahl 2021 sei immer noch eine legitime Möglichkeit, sich zu der Gruppierung der FW zu bekennen und deren überparteilichen Einfluss zu stärken, schreiben die beiden Bürgermeister in einer Pressemitteilung.

Natürlich erhoffe man sich auch von einem guten Wahlergebnis der Freien Wähler einen Rückhalt für die eigene Arbeit. Damit befinde man sich in bester Gesellschaft landauf und landab, »denn auch CDU-Amtsträger haben schon auf Wahllisten kandidiert«. Dies zieht sich durch bis zum Bundestag, selbst die Bundeskanzlerin sei in ihrem Wahlkreis als Spitzenkandidatin aufgetreten.

Die Kenntnis, zwischen Bürgermeister- und Kommunalwahl unterscheiden zu können, sollte die JU den Wählerinnen und Wählern durchaus zutrauen. Von einer Täuschung oder gar einer Verfälschung des Wählerwillens zu sprechen sei völlig abwegig und eine Herabwürdigung der Wählerinnen und Wähler sowie aller Mandatsträger der Freien Wähler, kritisieren Ide und Wengorsch in ihrer Pressemitteilung.

Für Zusammenarbeit

Ide und Wengorsch hoffen, dass solche Angriffe lediglich der besonderen Wahlkampfsituation geschuldet seien. Für die Fortführung der bisher guten und durchaus konstruktiven Zusammenarbeit mit der CDU und den anderen Parteien seien solche Aussagen allerdings nicht hilfreich. »An dem Bemühen für eine gedeihliche und verbindende Zusammenarbeit mit allen politischen Parteien und Gruppen im Interesse von Grünberg und Hungen wird es auch nach der Kommunalwahl keine Zweifel geben«, betonen Ide und Wengorsch abschließend.

Frank Ide sieht die Wahl auch als Stimmungsbarometer für die anstehende Bürgermeisterwahl im September. Im Übrigen wünscht er sich, dass auch im Wahlkampf mehr auf Inhalte und Sachthemen geschaut werde und fügt, wie er schreibt, »mit einem Augenzwinkern« hinzu: »In Grünberg hat sich außer der AfD doch auch niemand über die entgegen der Genehmigung zu groß ausgefallenen Wahlplakate der CDU aufgeregt.«

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