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Rund 500 Zuschauer verfolgen am Freitag und am Samstag den neuesten Fall von Kult-Kommissar Eberhofer.

Kult-Krimi vor Fachwerkkulisse

  • VonHans-Joachim Losert
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Grünberg (fp). Eine entblößte Frauenleiche wird im Wald von Niederkaltenkirchen gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass die Tote kurz vorher beim Metzger Simmerl in den ersten Stock eingezogen war. Unter dem Namen »Mona« hat sie im Internet Stripshows angeboten. Pikant dabei: Die Tote ist die Schwester des evangelischen Pfarrers. Im Verlauf der Ermittlungen zu diesem Fall wird eine zweite Frauenleiche gefunden, die Umstände gleichen sich.

Treibt ein Serienmörder sein Unwesen?

Jeweils 500 Zuschauer verfolgten am Freitag- und Samstagabend beim Open-Air-Kino in Grünberg die Ermittlungen des Kommissars Eberhofer nach dem Krimi »Kaiserschmarrndrama« von Rita Falk. Dabei waren sie absolute Premierengäste, denn der bundesweite Kinostart ist erst Anfang August.

Ersatzprojektor beschafft

Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) übernimmt die Ermittlungen. Die werden von Rudi ständig gestört. Der Freund gibt Eberhofer die Schuld an einem Unfall, er sitzt seitdem im Rollstuhl. Nach dem Krankenhausaufenthalt quartiert er sich bei der Familie des Polizisten ein und lässt sich hofieren. Auch die familiären Umstände setzen Eberhofer zu. Der gemeinsame Hausbau mit der Familie seines Bruders und die Wünsche von Freundin Susi hemmen die Nachforschungen.

Die führen zum Bruder der ersten Toten. Der evangelische Pfarrer und seine fromme Gattin wissen angeblich nichts von Monas Doppelleben. Zum Kreis der Verdächtigen gehören auch Kunden wie Bruder Leopold, Metzger Simmerl oder Klempner Flötzinger. In dieser Phase wird die zweite Ermordete gefunden.

Die Ermittlungen gehen in die heiße Phase und werden nun von der Sonderkommission übernommen, die von Eberhofers Lieblingsfeindin »Thin Lizzy« angeführt wird.

Gänsehautmomente erzeugt der Film, als es um die Gesundheit von Familienhund Ludwig geht. Wer den oder die Täter überführt, die Soko oder Franz und Rudi, sei an dieser Stelle nicht verraten, um die Spannung zu erhalten.

Im Vorfeld der Vorführung unterhielt an beiden Tagen das Grünberger Saxofonquartett »Saxism«. Das Open-Air-Kino war eine Gemeinschaftsveranstaltung der Lichtspiele Grünberg, der Stadt und des Film- und Kinobüros Hessen. Bürgermeister Frank Ide, Edith Weber (Kino Grünberg) und Erwin Heberling (Kinobüro) begrüßten die Zuschauer eingangs. Edith Weber freute sich über die erste Kinovorführung seit Langem, Heberling sagte, so viele Zuschauer wie in Grünberg habe man bei den Freiluftveranstaltungen in der letzten Zeit nicht gehabt.

Beim Probelauf zum Open-Air-Kino war Freitagabend ein Bauteil des Projektors durchgeschmort. Der versagte danach komplett seinen Dienst. Unbemerkt vom Publikum lief nun eine logistische Meisterleistung an, wie Bürgermeister Frank Ide später sagte. In Lichtenfels bei Korbach fand ebenfalls eine Kinoveranstaltung statt. Dort konnte man umdisponieren, und ein Fahrer machte sich mit einem Ersatzprojektor auf den Weg Richtung Frankenberg.

Von Grünberg kam man diesem entgegen, übernahm das Gerät und so traf der Projektor pünktlich ein. Der Film begann mit Einbruch der Dunkelheit. Ide hatte sich bereits darauf vorbereitet, das Publikum erst zu einer »Spätvorstellung« zu begrüßen.

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