Engagierte Helfer des Naturschutzbundes in Grünberg schützen Amphibien vor dem Straßenverkehr. Die Tiere landen im Eimer und werden in Sicherheit gebracht. FOTO: NABU/PM
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Engagierte Helfer des Naturschutzbundes in Grünberg schützen Amphibien vor dem Straßenverkehr. Die Tiere landen im Eimer und werden in Sicherheit gebracht. FOTO: NABU/PM

Kröten in der Falle

  • vonred Redaktion
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Grünberg(pm). Die Erdkröten sind "hereingefallen": Ein Zaun verstellt ihnen den Weg, und auf der Suche nach einem Durchschlupf sind sie im Eimer gelandet. 39 Tiere der Spezies Bufo bufo sind es an diesem Morgen, deren Wanderung auf diese Weise unterbrochen wird. Mitglieder des Naturschutzbundes (NABU) in Grünberg sind zurzeit aktiv dabei, die kleinen Tiere zu retten, berichtete Dr. Karl Vörckel.

Zum Laichgebiet

Umgeben von Plastikwänden fühlen sich die Kröten erkennbar unwohl. Sie strecken sich, um an den glatten Wänden hochzukommen, versuchen es schließlich vom Rücken des Kumpels aus.

Das nützt alles nichts. Den Tieren bleibt nichts übrig, als auf den Helfer zu warten, der sie aus dem Eimer befreit.

Mehr als 200 Meter Krötenzaun hindern sie daran, den direkten Weg über die Kreisstraße von Grünberg in Richtung Hungen zu marschieren. Angesichts des dichten Verkehrs auf dieser Strecke wäre ihre Überlebenschance beim Überqueren der Straße gering gewesen.

Wenn die Kröten aus dem Eimer gekrabbelt sind, wissen sie erstmal nicht, wie ihnen geschieht. Doch schon kurze Zeit später nehmen sie Orientierung auf, und marschieren schnurstracks in Richtung Eisteich, denn dort ist ihr Laichgebiet. Nach einigen Minuten ist hier kein Tier mehr zu sehen.

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