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Autor Peter Godazgar erzählt skurrile Geschichten.

Krimi-Comedy im Modehaus

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Grünberg (dis). Auf die Spuren skurriler und ungewöhnlicher Verbrechen begab sich Krimi-Autor Peter Godazgar dieser Tage im Modehaus Allmendinger. Zur Begrüßung überreichten ihm Geschäftsführer Werner Scharmann und Johanna Buckle vom städtischen Tourismusbüro einen Regenschirm mit Motiven der Gallusstadt. In der Lesung vor einem erwartungsfroh gestimmten Publikum gaben sich in den Geschichten des deutschen Comedy-Crime-Meisters vollpfostige Gauner, Möchtegern-Killer und treudoofe Ex-Knackis die Klinke in die Hand.

Darunter mischte sich im wahrsten Wortsinn oft ein tierisch schräges Personal.

Schwarzer Humor

Wer als Krimi-Freund schon immer wissen wollte, wie es mit der Erfolgsband »Bremer Stadtmusikanten« weiterging oder was die Teletubbies so treiben, nachdem die Fernsehkameras ausgeschaltet sind, wurde nicht enttäuscht. Was aber hat der Brummbär mit dem Tod aller Mitglieder der »Bremer Stadtmusikanten« zu tun? Nach dem Tod des Hundes trieb der Hahn im Solebad - tot. Immer wieder findet man in Godazgars Geschichten schwarzen Humor vom Feinsten, schräge Wendungen und ein Kompendium der Kategorie »Dumm gelaufen«.

Godazgars Figuren sind die lebenden Beweise für Murphys Gesetz: Was schiefgehen kann, geht schief. Im Buch »Alles eher lustig - ganz dumm gelaufen« werden insgesamt 24 Personen vom Leben in den Tod befördert.

Nach kurzer Pause hat der Autor ein neues Buch unter dem Titel »Der Erlediger« geschrieben. Ein Mann namens Achim ist ein Mann für alle Fälle, wenn es um das Beseitigen von Spuren eines Verbrechens geht. So bittet ihn etwa eine alte Dame in einem kleinen Haus, das reichlich Patina angesetzt hat, um die Entsorgung eines in Rot getauchten Sofas. »Das ist wohl kein Kirschsaft - oder ist es Blut? Woher? Vom Ehemann?« Von diesem schaut immerhin ein Bein aus einer Ecke hinter dem Sofa hervor. Immer wieder rufen Achim Frauen an, die sich von ihren Ehemännern ein für alle Mal trennen wollen. So wird er immer wieder weiterempfohlen und baut seine Angebotspalette aus. Nur gut, dass die oft blutigen Taten nicht auf die schicke Kleidung ringsum abgefärbt haben.

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