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Ortstermin vor den sanierten Gebäuden der Grundschule »Am Diebsturm« mit Vertretern des Landkreises, der Schulgemeinde und der Bauleitung.

Kernsanierung für 7,15 Millionen Euro

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Grünberg (pm). Nach knapp zwei Jahren sind umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Grundschule »Am Diebsturm« abgeschlossen. Seit 2019 hatte der Landkreis die Gebäude 2 und 4 für insgesamt etwa 7,15 Millionen Euro kernsaniert. Im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogrammes (KIP I) hatte der Bund etwa 4,9 Millionen Euro davon gefördert. Nun sei die Schule sowohl energetisch als auch technisch sowie in Sachen Brandschutz wieder auf dem neuesten Stand, freute sich Schul- und Baudezernentin Dr.

Christiane Schmahl beim Ortstermin.

Geringere Heizkosten

Um Energie zu sparen, wurden erdberührte Bauteile, Außenwände sowie die Decke des Obergeschosses gedämmt sowie Fenster und Außentüren mit Wärmeschutzverglasung ausgetauscht. Außerdem erhielten die Klassenräume Einzellüftungsgeräte mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch deren Einsatz und den Einbau einer neuen Pelletheizung wurden vor allem regenerative und zukunftsweisende Energien berücksichtigt. In diesem Zuge erneuerte der Kreis ebenfalls in beiden Gebäuden alle Heizungs- und Sanitärleitungen sowie die Heizungsregelung für die komplette Liegenschaft. Laut Schmahl könne die erforderliche Wärmeleistung nun mehr als halbiert werden. Zudem habe der Kreis einiges an der Elektrik und der IT der beiden Gebäude verbessert. Zusätzlich zur energetischen Sanierung wurden in Gebäude 2 sechs Betreuungs- und vier Klassenräume sowie in Gebäude 4 vier Betreuungs- und zehn Klassenräume saniert. Außerdem hat der Kreis neue Schulmöbel gekauft, darunter höhenverstellbare Tische und Drehstühle mit Rollen. Damit beide Gebäude nun auch barrierefrei zugänglich sind, erhielten sie jeweils einen Aufzug und Behindertentoiletten.

Im Herbst 2017 hatte das Architekturbüro ANP aus Kassel den Planungsauftrag erhalten. Da die Gebäude nicht während des Schulbetriebs saniert werden konnten, organisierte der Landkreis als Ausweichquartiere zwei ehemalige Flüchtlingsunterkünfte, die umgebaut Platz für zwölf Klassenräume boten. In den Osterferien 2019 bezog die Schule diese Quartiere, die Bauarbeiten begannen im März 2019.

Vor allem die Corona-Pandemie hat die Bauarbeiten erschwert: Es gab Lieferengpässe, in Quarantäne steckende Firmen und Mitarbeiter, die zeitweise nicht über die Landesgrenzen kamen. Dennoch konnten die Gebäude bis auf wenige Restarbeiten im Dezember 2020 fertiggestellt werden, sodass die Schule in den Winterferien 2021/2021 in die sanierten Gebäude umziehen konnte. Die Ganztagsbetreuung durfte bereits nach den Herbstferien 2020 in die renovierten Räume von Gebäude 2 ziehen. Als nächstes steht die Fertigstellung der Außenanlagen an, die für Sommer 2021 geplant ist.

Die nun leeren Ausweichquartiere werden nach Lollar umgesetzt und stehen dort der »Bunten Schule« während der Bauarbeiten an den zwei neuen Gebäuden zur Verfügung.

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