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Der Obst- und Gartenbauverein Queckborn mit dem Vorsitzenden Werner Sann (r.) an der Spitze ehrt im Rahmen seiner Jubiläumsfeier langjährige Vereinstreue und ernennt neue Ehrenmitglieder.

Jubilare widmen sich der Natur

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Grünberg (fp). Vor 125 Jahren, am 17. Januar 1894, gründeten acht Männer den Obst- und Gartenbauverein Queckborn. In einer Feierstunde am Sonntag in der Sport- und Kulturhalle fand das Jubiläum entsprechende Würdigung. Alle Festredner sprachen den Mitgliedern Dank aus und lobten besonders die Jugend- und Nachwuchsarbeit des Vereins. Die Wertschätzung, die Queckborns Obst- und Gartenbauer genießen, verdeutlichte eindrucksvoll die Anwesenheit von über 230 Geburtstagsgästen.

Vorsitzender Werner Sann blickte in die Geschichte des Vereins. Er stellte dabei die "Wiederbelebungsversammlungen" nach den Weltkriegen heraus. Am 13. Juni 2004 weihte der Obst- und Gartenbauverein sein neues Domizil und den Lehrgarten ein, nahm 2012 eine Pasteurisierungsanlage in Betrieb. Besonders stolz zeigte sich Sann über die Aufnahme zahlreicher jüngerer Mitglieder in den letzten Jahren. Dies bestärke ihn in seiner Hoffnung, dass der Verein weiter bestehe.

Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl ging in ihrem Grußwort auf die Vielzahl der Gründungen von Obst- und Gartenbauvereinen um 1900 ein. Ein aufstrebendes Vereinsleben und mindestens ein Kältejahr, in dem die Bäume abstarben, veranlassten hauptsächlich Lehrer und Pfarrer, die Vereine ins Leben zu rufen. Damit sollte auch die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden. Schmahl lobte die Mitglieder für die Pflege von Obstbäumen. Besonders stellte sie aber die Vermittlung des Wertes von gesundem Essen an die Kinder heraus. Streuobstwiesen seien ein Kulturgut, die Obst- und Gartenbauer aus Queckborn hätten sich den Schutz der Natur zur Aufgabe gemacht.

Vom Wert des Obstes

Bürgermeister Frank Ide, Ortsvorsteher Wilhelm Zoll und Ingrid Moser von der Landschaftspflegevereinigung stellten ihrerseits den Stellenwert des Vereins für den Ort heraus, insbesondere die vorbildliche Jugendarbeit und die Aktionen mit der Kita. Aus der Vereinsförderung der Stadt überreichte Ide 600 Euro. Ingrid Moser machte Mut für die Zukunft, denn junge Familien wüssten um den Wert gesunden Obstes. Die Vereine stünden dafür, dass keine Früchte auf den Feldern verfaulten.

Weitere Grußworte sprachen Michael Wagner für den Kreis- und Landesverband, Hartmut Miethe (OGV Grünberg) und Roland Ehmig (OGV Treis). Für die Feuerwehr, den Sport- und Gesangverein dankte Jan Erb besonders für die Aktionen, die die Obst- und Gartenbauer mit den Nachwuchsgruppen der Vereine durchführen.

Zur Auflockerung des Programms tanzten die Kinder des Hortes "Tausendfüßler". Der Verein hatte zum Jubiläum bereits unter anderem eine Kräuter- und Vogelstimmenwanderung sowie einen Grenzgang durchgeführt. Teilnahmegebühren oder Kosten für den Imbiss wurden dabei nicht erhoben, dafür sammelte man Spenden für die Kita. Am Sonntag übergaben Werner Sann und Martin Riße 600 Euro an die Leiterin Simone Graulich.

Begonnen hatte der Tag mit einem Festgottesdienst zum Erntedank, den Pfarrer Matthias Bink gestaltete. Musikalisch umrahmte der Posaunenchor Winnerod unter Leitung von Klaus-Peter Schneider die Feier.

Die Feier nahm der Verein zum Anlass, langjährige Mitglieder zu ehren. Für 60-jährige Treue wurden Karl-Heinz Herzberger und Richard Hofmann ausgezeichnet, für 50 Jahre Otto Niebergall. Auf 25-jährige Mitgliedschaft blicken Kurt Becker, Ottmar Dörr, Rudolf Görnert, Susi Nowak und Ulfried Pamler zurück. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Kurt Becker, Werner Dörr, Gerhard Schneider, Richard Hofmann, Helga Pfeiffer und Kurt Röder.

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