+
"I will follow him": Mit einem Spiritual-Medley eröffnen die Swinging Voices das Konzert zu ihrem 20-jährigen Bestehen.

20 Jahre - 20 Lieder

  • schließen

Grünberg/Mücke (fp). Kirchenlieder künden von Glück, Hoffnung und Sehnsucht, sie klagen aber auch nach Verlorenem. "Sie treten für Gott und Jesus ein", sagte Dekan Norbert Heide in seiner Begrüßung zum Jubiläumskonzert des Gospelchores Swinging Voices aus Sellnrod am Sonntagabend in der Grünberger Stadtkirche. Diese Lieder - mal temperamentvoll, mal andächtig - intonierten die 24 Sängerinnen so vortrefflich, dass das Publikum mit "Standing Ovation" dankte. Der Veranstaltungsort war bewusst gewählt: Dort hatte man bereits das 15-Jährige gefeiert. Am Sonntag waren die Sängerinnen dann vom Besuch überwältigt: Die Stadtkirche war bis zum letzten Platz besetzt, zusätzliche Stühle reichten nicht aus, denn rund 600 Gospelfreunde fanden sich ein.

Vor 20 Jahren gründeten neun Frauen unter Leitung von Birgit Kurmis den Gospelchor. Ursprünglich als Projekt gedacht und inspiriert vom Musikfilm "Sister Act", wurde der Chor fester Bestandteil der Kirchengemeinde. Seit 2011 ist er zudem Dekanats-chor. Nach Kurmis dirigiert Kiwon Lee. Am Sonntag begleiteten Andreas Göbel am Piano und Tobias Müller an den Drums die Sängerinnen, die mittlerweile aus neun Orten kommen. Texte, Lesung und Gebete sprachen Dekan Heide, Pfarrerin Ingrid Volkhardt-Sandori und Carmen Queckbörner.

Inspiriert von Revolverheld

"20 Jahre - 20 Lieder" hatten sich die Sängerinnen für das Jubiläumskonzert vorgenommen. Sie begannen wie beim ersten Auftritt mit einem Spiritual-Medley, danach folgte "I will follow him". Deutschsprachige Titel wechselten sich wohltuend mit Liedern in Englisch und mit Soloeinlagen ab. So kam "Stell dir vor" ebenso zu Gehör wie "Help me Lord" oder "There is none like you". Weitere Titel waren "Lobe den Herrn meine Seele", "Rücksicht" und "Every Praise". Ein Wort, das in allen Sprachen verstanden wird, erklang mit dem nächsten Lied "Alleluja" (Agnus dei). Das "Lobt Gott" sprach das Publikum ebenso an wie "You’re not alone", das musikalisch die Zusage gibt, man sei nicht allein - "Jesus ist jedermanns Freund".

Zwischen "Ihr sollt ein Segen sein" und "Open the eyes of my heart" sagten die Sängerinnen Dank an die Mitwirkenden sowie Dekan Heide und Pfarrerin Volkhardt-Sandori. Herzlich begrüßt und mit viel Beifall bedacht erhielt zudem Birgit Kurmis einen Blumenstrauß.

Der letzte Titel im Programmheft lautete "Überraschung". Der Chor löste sie zum Ende auf. Eine bekannte Sektkellerei schreibt jährlich die Nacht der Chöre aus. Dazu kann man sich bewerben und mit einer gehörigen Portion Glück winkt das gemeinsame Singen mit einer bekannten Gruppe. Im vergangenen Jahr war das die Band Revolverheld. Der Preis blieb den Swinging Voices zwar versagt, aber das Einüben habe so viel Spaß bereitet, dass der Revolverheld-Titel "Lass uns gehen" dem Publikum nicht vorenthalten wurde. Ohne Zugabe wurde der Chor jedoch nicht von den Zuhörern entlassen. Doch diese wurden von Dirigent Kiwon Lee zum Mitsingen von "Every Praise" aufgefordert. Dazu probte Lee kurz mit den Anwesenden, die danach zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen waren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare