Helmut Nickel ehrt namens der Jägervereinigung Dieter Lenz und Wiebke Knell (v. l.).
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Helmut Nickel ehrt namens der Jägervereinigung Dieter Lenz und Wiebke Knell (v. l.).

Jägervereinigung verleiht Ehrenpreise

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Grünberg(dis). Wenn auch einige Mitglieder der Jägervereinigung Oberhessen wohl wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus oder anderweitig der Versammlung fernblieben, konnte Vorsitzender Helmut Nickel doch eine stattliche Anzahl von Teilnehmern willkommen heißen. Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung hatten die Versammlung eröffnet.

Mitgliedsbeitrag bleibt stabil

Einen Ehrenpreis wegen herausragenden Leistungen im Naturschutz erhielt Dieter Lenz für die Anlage einer großen Blühfläche als Bienenweide am Ortsrand von Stockhausen. Lenz stellte für diese Maßnahme eine über 1000 Quadratmeter große Fläche her, die er in Eigenleistung umgrub, verfeinerte und schließlich mit einer kostenintensiven Blühmischung einsäte.

Die Politikwissenschaftlerin und FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell erhielt einen Sonder-Ehrenpreis wegen herausragender Leistungen um den Naturschutz. Bei der Jägervereinigung ist man der Meinung, dass bei der Gestaltung der Jagdpolitik niemals der sogenannte "Ausgleich von Interessengruppen" im Mittelpunkt stehen darf, sondern die Bedürfnisse der Wildtiere und die Ordnung in der Natur. Deshalb habe man beschlossen, die Arbeit von Politikwissenschaftlerin und FDP-Landtagsabgeordneter Wiebke Knell mit einem Sonder-Ehrenpreis, einer Feldhasen-Skulptur, zu belohnen. Der Feldhase wurde gewählt, weil er als widerstandslosestes Wildtier in der heimischen Natur ein gutes Beispiel für den falschen Umgang mit einer bedrohten Art biete.

Mit einer Urkunde wurden für zehnjährige Mitgliedschaft Wolfgang Riedl, Hans Weber und Bernd Thimm geehrt.

In seinem Jahresbericht bemerkte Nickel, seit ein grünes Umweltministerium in Wiesbaden bestimme, wie Tierschutz und Naturschutz zu funktionieren habe, sei eine Regulation von Wildbeständen im Sinne des Artenschutzes und der Nachhaltigkeit in weite Ferne gerückt. Niemand könne verstehen, dass die Bestände von Feldhase und Rebhuhn als bedroht eingestuft werden, aber gleichzeitig deren Fressfeinde eine Schonzeit erhalten. Auch die Windkraftanlagen im Wald, die nicht nur Naherholungsgebiete, sondern auch Lebensräume des Wildes zerstören würden, seien wie "die ungebremste Vermehrung von Wölfen" zu Problemen geworden, mit denen man sich auseinandersetzen müsse.

Nickel erinnerte an verschiedene Veranstaltungen und Angebote der Jägervereinigung, unter anderem an den Jungjägerkurs, das Symposium "Rotwild in Hessen - Überlebenschancen einer Leitwildtierart" oder die Schulung über Trichinenproben beim Schwarzwild.

Obwohl der Verein mit der Höhe der Mitgliedsbeiträge immer noch im unteren Mittelfeld liege, wurde auf eine Beitragsanhebung verzichtet. Jahresabrechnung und Haushaltsvorschlag wurden verabschiedet. FOTO: DIS

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