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Investition in Infrastruktur

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Versorgungssicherheit - ein Anspruch, den der Bürger zuvörderst bei der Trinkwasserversorgung stellt. Zu Recht. Für die nötige Infrastruktur bedarf es hoher Investitionen, erst recht in einer Flächengemeinde wie Grünberg. Auf rund eine Million Euro summieren sich diese im laufenden Jahr. Nicht anders im neuen: Zu den 1,09 Millionen Euro kommen noch 302 000 Euro an Verpflichtungsermächtigungen, um bereits zum Jahreswechsel 2021/2022 weitere Aufträge vergeben zu können.

So steht es im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Stadtwerke Grünberg. Zu den "dicksten Brocken" gehört dabei eine zweite Einspeisemöglichkeit ins Ortsnetz Harbach, auf dass alle rund 660 Dorfbewohner sicher versorgt sind. Das wertvolle Nass kommt bekanntlich, seit der "Abschaltung" des nitratbelasteten Brunnens vor einigen Jahren, aus Queckborn. Veranschlagt ist das Vorhaben mit 217 000 Euro, hinzu kommen Planungskosten von 19 000 Euro.

Wasserpreis weiter stabil

Als zweites Großprojekt ist der Ringschluss im Bereich des Göbelnröder Bahnhofs (Foto) zu nennen, wofür die Betriebsführung 230 000 Euro angesetzt hat. Noch einige Jahre werden die Stadtwerke mit der Erneuerung von Teilen des Wasserleitungsnetzes in der Kernstadt beschäftigt sein: Nachdem in diesem Frühjahr die marode Hauptleitung in der Barfüßergasse ausgetauscht worden ist, geht es im kommenden Jahr sogleich weiter. Auf der Agenda stehen Leitungen im Fußweg zwischen Judengasse und der Straße An der Stadtkirche sowie im Lehnheimer Weg (dies im Zuge der Sanierung der Gemeindestraße). Kostenpunkt: rund 324 000 Euro. Für die folgenden beiden Jahre sind letztmals 472 000 Euro im Investitionsplan eingestellt - am Ende soll die Sanierung des Netzes in Grünberg 2,5 Millionen verschlungen haben. Letztmals zur Kernstadt: Die Druckerhöhung in der Leipziger Straße ist jetzt für 2024 vorgesehen.

Ebenfalls schon länger Thema für die SWG ist die Neukonzeption der Wasserversorgung in den Seentalgemeinden. Bezahlt hat der Eigenbetrieb hierfür bis dato bereits rund 1,7 Millionen Euro. Das Gros floss dieses Jahr in die neue Leitung in Seenbrücke, ein letzter Restposten steht nun mit 50 000 Euro an.

Viertens und abschließend zu erwähnen ist die Erneuerung der Verbindungsleitung zwischen der Straße Am Vogelsang bis zur Kolpingstraße in Weickartshain. Aufwand hier: 169 000 Euro. Der Vollständigkeit halber aufgelistet seien die kleineren Posten von 30 000 Euro für Erneuerung/ Austausch von Wasserleitungen im Zuge von Kanalsanierungen sowie die 50 000 Euro, die für die erstmalige Herstellung von Hausanschlüssen bei Einzelgrundstücken eingestellt worden sind.

Zur Finanzierung all der Vorhaben rechnet man mit einem Darlehensbedarf von 938 000 Euro. Die hohen Investitionen der letzten Jahre aber - erst 2022 sollen diese auf "bescheidene" 400 000 Euro sinken - wirken sich zunächst nicht auf den Wasserpreis aus. Dank des voraussichtlichen Überschusses von rund 32 000 Euro im neuen und der ebenso positiven Ergebnisse der Vorjahre sowie eines gestiegenen Verbrauchs sieht Bürgermeister Frank Ide keinen Bedarf, an der Gebührenschraube zu drehen. tb/FOTO: TB

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