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Auch wenn die Eröffnung pandemiebedingt in den Sternen steht: Die Arbeiten im Freibad Grünberg laufen.

Vorfreude auf Freibadsaison

In Grünberg sind wieder große Sprünge möglich

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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So unsicher Prognosen in Zeiten von Corona auch sind: Wenn das Infektionsgeschehen es erlaubt und die Saison beginnt; ist Grünbergs Freibad bereit - auch für große Sprünge.

Im Vorjahr eine neue, 58 Meter lange Rutsche, veranschlagt mit 200 000 Euro, zu 90 Prozent aus der »Hessenkasse« bezahlt. Jetzt eine neue Sprunganlage - der Spaßfaktor in Grünbergs Freibad wird weiter erhöht. Und nicht nur das.

Die alte Anlage, bestehend aus einem Ein- und Dreimeter-Brett, war in die Jahre gekommen, wies statische Mängel auf. Mit dem Hinweis der Experten vom TÜV auf ein Gefahrenpotenzial kam das Aus: Bereits in der vergangenen Saison waren in Grünbergs Freibad keine (großen) Sprünge mehr möglich. »Wir mussten die Anlage sperren«, bedauert Bürgermeister Frank Ide. Bekanntlich nicht der einzige Anlass für miese Stimmung, erzwang doch die Pandemie eine verspätete Öffnung und Begrenzung der Besucherzahlen auf 300. Ob es heuer besser wird? Die Antwort weiß »selbst« der Bürgermeister nicht.

Noch mehr edles Blech

Vorbereitet aber ist die städtische Einrichtung, seit einigen Jahren betrieben von einem privaten Dienstleister. Die Arbeiten im Freibad laufen seit einigen Tagen, die Sprunganlage ist bereits demontiert, rechtzeitig soll es mit dem Neuaufbau beginnen. Laut Kostenschätzung investiert die Stadt 75 000 Euro, um vor allem junge Wasserratten zu locken.

Weiter fortgeschritten ist die Sanierung der drei Durchschreitebecken. Auch an ihnen hat der Zahn der Zeit genagt, mehr und mehr kam ihnen das Wasser abhanden. Um Abhilfe zu schaffen, werden die Fliesen durch eine Edelstahlwanne ersetzt werden. In größerem Maßstab hat die Stadt damit bereits gute Erfahrungen gemacht: Seit nunmehr 21 Jahren sind Nichtschwimmer-, Schwimmer- und Planschbecken mit rostfreiem Blech ausgekleidet. Was selbst die einstigen Verfechter der Fliesenlösung überzeugt haben soll.

Für die Sanierung der Durchschreitebecken bedarf es zunächst größerer Erdbewegungen. Arbeiter sind derzeit mit dem frostsicheren Auskoffern der Fundamente beschäftigt. Für diese Maßnahme beläuft sich die Kostenschätzung auf 100 000 Euro. Und wie bei der Sprunganlage waren diese zu 100 Prozent von der Stadt zu finanzierenden Mittel bereits in den Nachtragshaushalt 2020 eingestellt, doch verzögerte sich die Ausführung.

Bleibt noch das Ärgernis um die Duschräume: Erst 2018 im Zuge des Millionenprojekts »Umbau Freibadgebäude« auf Vordermann gebracht, tauchten im Vorjahr bereits Undichtigkeiten im Fugenbereich auf, drang Wasser durch die Decke.

Laut Grünbergs Rathauschef ist ein Sanierungskonzept erstellt worden, das sich noch in der Umsetzung befindet. »Mit dem seinerzeit betreuenden Architekten und den seinerzeit ausführenden Baufirmen«, so Ide jüngst vorm Stadtparlament, verkehre die Verwaltung nunmehr über ein Anwaltsbüro.

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