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Christoph Brückner an der Wirberger Kirchenorgel.

Immer einen Schraubenzieher dabei

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Grünberg/Reiskirchen (dis). Mit einem kleinen, feinen, aber besonders unterhaltsamen Konzert für die Besucher feierte das Kirchspiel Wirberg den 155. Geburtstag der historischen Bernhard-Orgel in der Kirche auf dem Wirberg. Das Instrument spielte Kirchenmusiker Christoph Brückner.

Drei Zugaben

Geplant war eine Konzertdauer von rund einer Stunde, doch das variantenreiche Spiel Brückners auf der "Königin der Instrumente" verzückte das Publikum ein ums andere Mal, sodass am Ende 90 Minuten herauskamen. Dabei war auch eine reparaturbedingte Unterbrechung eingeschlossen, bei welcher der Organist mit einem Schraubenzieher und viel Humor dem Instrument wieder den verlorengegangenen harmonischen Klang verleihen konnte.

Zu hören waren Bearbeitungen, Arrangements, Improvisationen sowie eigene Kompositionen des Interpreten. Das Konzert begann nach der Begrüßung durch Pfarrer Rolf Schmidt mit einem "Rendezvous mit Bach und Beethoven", später folgten unter anderem noch eine Humoreske nach Antonín Dvorák, die Ballada "Wunderbarer König", ein Klezmer-Gospel-Ragtime-Arrangement sowie abschließend ein Medley unter dem Titel "Pachelbel changes".

Insgesamt spielte Brückner neun ausgesuchte Kompositionen. Wegen des begeisterten Applauses der Zuhörerschaft gewährte Brückner noch drei Zugaben, davon als letztes Stück "Befiehl du deine Wege" von Paul Gerhardt. Schmidt bedankte sich beim Organisten für das besondere Konzert, das allen Besuchern wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Neben dem Jubiläumskonzert gab es eine Vernissage, denn Brückner hat bereits auf sehr vielen Bernhard-Orgeln konzertiert. Diese Orgeln wurden von ihm in einer Gesamtschau präsentiert. Als kleines Geschenk für den Nachhauseweg hatte Brückner noch einige bunte Notenschlüssel zum Mitnehmen parat.

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