Gut, eine Linde bildet nicht die Kulisse: Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt (l.) bei der Übergabe des "Schecks" an Bürgermeister Frank Ide; rechts IT-Administrator Oliver Gill. FOTO TB
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Gut, eine Linde bildet nicht die Kulisse: Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt (l.) bei der Übergabe des "Schecks" an Bürgermeister Frank Ide; rechts IT-Administrator Oliver Gill. FOTO TB

Hotspots für Grünbergs Dörfer

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Grünberg(tb). Mehr geht nicht: Mit 20 000 Euro hat Grünberg den Höchstbetrag aus dem Förderprogamm "Digitale Dorflinden" erhalten. Mit dem Geld werden vordringlich die Bürgerhäuser in den 13 Stadtteilen mit WLAN ausgestattet.

Das 2019 aufgestockte Förderprogramm, unterstrich Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt bei der Übergabe des "Schecks" an Bürgermeister Frank Ide, sehe Wiesbaden auch als Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raums. Seit Programmstart im September 2018 seien hessenweit bereits knapp 1500 Standorte mit öffentlichem Internetzugang versorgt und mithin die Digitalisierung vorangetrieben worden, freute sich der Staatssekretär. Für den mit den Hotspots nicht zuletzt attraktive Aufenthaltspunkte geschaffen sowie touristische und gastronomische Angebote wirtschaftlich unterstützt werden.

Als Flächengemeinde gelte es, auch den Bürgern auf den Dörfern - in und an den Gemeinschaftshäusern als den zentralen Treffpunkten - einen Internetzugang zu schaffen, hob Grünbergs Rathauschef Ide hervor. Nicht nur das Chatten mit Freunden, das Abrufen von Information, sondern auch der Zugriff auf Sitzungsunterlagen für die Ortsbeiräte werde so möglich.

In der Kernstadt haben Smartphonebesitzer bereits auf dem Marktplatz (SWG-Kunden komplett, der Rest 30 Minuten gratis) sowie an der Gallushalle Internetzugang. Weitere Access Points sind im Museum, benötigt etwa für interaktive Ausstellungen, im Kinder- und Jugendbüro sowie am Campingplatz/Freibad geplant. Gerade letztgenannter Standort ist ob benötigten rund 500 Meter langen Zuleitung kostspielig. Vor allem dafür wurden daher 49 000 Euro in den Nachtrag eingestellt.

Ergänzung zu Glasfasernetzen

Die "Digitale Dorflinde", so wieder Hessens Digitalstaatssekretär, sei ein großer Erfolg für Hessen. "Jeden Monat gehen durchschnittlich mehr als 40 Hotspots in Betrieb." Die Landesregierung sehe dies auch als Ergänzung zum Ausbau der Glasfasernetze, schloss Burghardt.

Dem Grünbergs Rathauschef noch verriet, die Priorisierung der Bürgerhäuser sei anfangs auf Skepsis gestoßen. "Da hieß es, ›in den DGHs wird geschwätzt; da wird net mit dem Handy rumgespielt‹."

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