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Herzliche Begrüßung: Pfarrerin Anke Stöppler (vorn, l.) mit Pfarrer Jörg Gabriel und Kirchenvorstandsmitgliedern. FOTO: DIS

Ihr Herz schlägt für die Seelsorge

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Grünberg/Rabenau(dis). In einem gut besuchten festlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche Weitershain wurde Anke Stöppler am Sonntag als neue Pfarrerin von Weitershain und Rüddingshausen durch Pfarrer Jörg Gabriel aus Odenhausen in Stellvertretung von Dekan Norbert Heide in ihr Amt eingeführt. Sie tritt die Nachfolge von Andrea Rink-Rieken an, deren neues Wirkungsfeld in Ostfriesland angesiedelt ist. Für Anke Stöppler (Jahrgang 1965) ist dies die zweite halbe Stelle - die andere hat sie in der Pfarrstelle II in Laubach inne, die sie 2017 antrat.

Stöppler verbrachte ihre Kindheit und Jugendzeit im Pfarrhaus in Nieder-Ohmen. Schon als Kind war sie in der Kirchengemeinde aktiv, was sie auch noch einige Zeit nach ihrem Abitur auf der Amöneburg beibehielt. 1984 begann sie ein Theologiestudium in Marburg. Es folgten einige Semester in Mainz; zur Examenszeit kehrte sie wieder nach Marburg zurück. Nach dem ersten theologischen Examen verschlug es Stöppler in einen Vorort von Mainz. In den Stadtteilen Ebersheim und Zornheim absolvierte sie das Vikariat. Danach war sie im Spezialvikariat im Amt für Kirchenmusik in Frankfurt. Schließlich trat sie 1995 die erste Pfarrstelle in Ober- und Nieder-Wöllstadt an. Ihren Ehemann Christoph hatte sie in Marburg kennengelernt; er ist Pfarrer in Winnerod. Nach der Geburt des Sohnes stand ein längerer Erziehungsurlaub an. Gleichzeitig begann Anke Stöppler, in verschiedenen Grundschulen Religionsunterricht zu erteilen.

2009 übernahm ihr Mann die Pfarrstelle für Notfallseelsorge im Landkreis Gießen. Da dadurch die halbe Pfarrstelle in Winnerod und Veitsberg-Saasen frei wurde, übernahm sie diese bis Ende 2016.

In seiner Rede sagte Pfarrer Gabriel, man solle nicht zu viele Ansprüche an die neue Pfarrerin stellen, die sie womöglich nicht erfüllen könne. In der Kirche habe sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen; die Zahl der Mitglieder sei rückläufig. So könne man froh sein, jeder Gemeinde eine Pfarrerin oder einen Pfarrer zur Verfügung stellen zu können. Beabsichtigt sei in Zukunft, nah beieinander liegende Pfarrstellen mit einer größeren Anzahl an Mitgliedern zu vereinen, die dann wieder gemeinsam von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer betreut werden könnten.

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