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Grünbergs Neubaugebiet "Baumgartenfeld III" (das Foto zeigt einen Ausschnitt) ist nahezu ausgebucht, das wirkt sich aktuell auf den Haushalt der Stadt aus.

Haushalt bleibt ausgeglichen

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Grünberg (con). Trotz verschiedener Mehraufwendungen bleibt der Haushalt der Stadt Grünberg ausgeglichen: Das berichtete Bürgermeister Frank Ide während der Sitzung der Grünberger Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag in seiner Rede zum ersten Nachtragshaushaltsplan für dieses Jahr: "Sowohl die Ertrags- als auch die Aufwandsseite verzeichnen in der Summe aller Anpassungen eine leichte Steigerung". Besonders erfreulich ist dabei auch die Reduzierung des Defizits der Kindertagesbetreuung um rund 400 000 auf 2,58 Millionen Euro. Durch die Reduzierung des Defizits können dafür der Anstieg der Fehlbedarfe im Stadtwald um geschätzt 158 000 Euro sowie die zusätzliche Mittelbereitstellung für die Bauleitplanung und die Flächenumlegung des interkommunalen Gewerbegebiets Lumda in Höhe von 145 000 Euro ausgeglichen werden.

Daneben schlug sich die rege Bauplatzvergabe im Baumgartenfeld sehr positiv nieder: Hier kann die Stadt mit Mehrerlösen in Höhe von 500 000 Euro durch die Bauplatzverkäufe rechnen. Nach den eher positiven Zahlen im Vorjahr nimmt aber gerade der Sicherheitsaspekt im ersten Halbjahr 2019 einen deutlichen Mehraufwand ein: rund 61 000 Euro mehr wurden hier für Personalkosten aufgewandt. "Dafür wird im Stadtgebiet aber auch wieder ordentlicher geparkt", meinte Ide.

Die Gesamterträge im Haushalt belaufen sich derzeit auf rund 31,02 Millionen Euro, die Gesamtaufwendungen auf 30,99 Millionen Euro - macht einen Überschuss in Höhe von rund 33 000 Euro.

Bebauungspläne verabschiedet

Neben dem Nachtragshaushalt standen vor allem Baugebiete auf der Tagesordnung der Sitzung: Die Bebauungspläne "Zu Leidenhausen" in Weitershain, "In den Temperwiesen" in der Kernstadt und "Kartenstück" in Harbach erhielten den einstimmigen Zuspruch der Stadtverordneten. Ebenso die Anordnung der Baulandumlegung für das interkommunale Gewerbegebiet Lumda.

Am Eisteich in Grünberg haben sich einige Sorgen der Stadtverordneten bestätigt: Nachdem der Eisteich an eine Anglergemeinschaft verpachtet wurde, machten sich einige Mitglieder der Versammlung sorgen um den Erhalt des Biotops. Mittlerweile sei hier eine Erdaufschüttung erfolgt, berichtete die Grünen-Fraktion. "Das wurde von der Stadt bereits gerügt", berichtete der Bürgermeister. "Anscheinend war ein übermotiviertes Mitglied der Interessengemeinschaft dort dafür verantwortlich."

Auf eine Anfrage der Freien Wähler zur Bebauung an der Gießener Straße teilte Ide mit, dass ein Investor hier einen Bauantrag gestellt habe: Dieser plant auf einem Teilstück die Errichtung von vier Wohnhäusern mit jeweils elf Wohneinheiten. "Das ist gerade noch so im Rahmen des Bebauungsplans. Meiner Meinung nach ist das aber viel zu groß und passt nicht in das Gebiet", sagte der Rathauschef. Deshalb werde die Stadt den Antrag noch von der Bauaufsicht prüfen lassen.

Und eine weitere Mitteilung hatte der Bürgermeister noch dabei: Eine Info-Veranstaltung zum geplanten Windpark Reiskirchen-Reinhardshain soll am 1. Oktober um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Reinhardshain stattfinden.

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