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Baustelle Barfüßergasse im Herzen von Grünbergs Altstadt: Nach Ostern bereits sollen die Arbeiten fertig sein, soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Fünf Wochen früher als geplant. FOTO: TB

Gute Nachrichten aus der Baugrube

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Grünberg(tb). Das gibt es tatsächlich, wenn auch selten: Eine Baustelle, die über drei Monate hinweg für Verkehrsbehinderungen in Grünbergs Altstadt sorgen sollte, wird gleich fünf Wochen früher fertig. Zumindest dann, wenn die Arbeiten wie bisher plangemäß verlaufen und weder von starkem Frost noch von Wolkenbrüchen behindert werden.

Winter ohne Frost

Die Rede ist (natürlich) von der Baustelle Ecke Marktgasse/Barfüßergasse, verbunden mit der Verlegung von Bushaltestellen und einer innerstädtischen Umleitung.

Nicht anders als vielerorts und nicht nur in Grimmichs historischem Zentrum waren in dem Bereich die jahrzehntealten Gussleitungen marode. Mitarbeiter der Stadtwerke mussten des Öfteren zu Wasserrohrbrüchen ausrücken. Das aber soll jetzt vorbei sein. Zunächst waren ausgangs der Marktgasse in einem nicht mehr benötigten und später verfüllten Schachtbauwerk neue Schieber zu setzen.

Des Weiteren ersetzten die Arbeiter die Hauptleitungen aus Guss durch Polyethylenrohre. Die drei wesentlichen Vorteile von PE-Leitungen: korrosionsbeständig, hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Belastung, hohe Flexibilität (günstig bei Verlegung in der Erde). Zudem liegt die Lebensdauer bei weit über 50 Jahren. Die Baustelle zieht sich bis zum Barfüßerkloster hinauf, auf der gesamten Strecke waren neben der Hauptleitung auch Hausanschlüsse zu erneuern.

Mitte Februar war mit den aufwendigen Arbeiten begonnen worden, bis Mitte Mai sollten sie dauern. Doch wie oben angedeutet und aus dem Rathaus bestätigt, wird die Baustelle aller Voraussicht nach bereits nach Ostern und damit satte fünf Wochen früher fertig als gedacht. Die Kosten für die Stadtwerke - in Grünberg nur mit der Wasserversorgung betraut - werden auf 150 000 Euro netto veranschlagt.

Dank eines Winters mit rekordverdächtig hohen Temperaturen kommen sämtliche Tiefbauprojekte gut voran. Bereits zum Abschluss gebracht wurde so die Sanierung des Abwasserkanals am Rondell. Was Not tat, da eine Befahrung der rund 15 Meter langen Strecke entlang der Stadtmauer einen "desolaten Zustand" ergeben hatte. Die Herausforderung des Projekts am Hang vis à vis der Kita: Der Kanal verläuft in vier Metern Tiefe. Hier rechnet die Stadt mit Kosten von 90 000 Euro.

Begegnungsstätte

Die Kanalarbeiten waren zunächst abzuschließen, bevor am Rondell weitere Maßnahmen in Angriff genommen werden können. Denn dort ist nicht nur ein weiterer Abschnitt der Stadtmauersanierung geplant, sondern die Umwandlung des Spielplatzes in einen Mehrgenerationenplatz: eine Begegnungsstätte mit Rutsche, Schaukel und Sandkasten für die einen und Outdoor-Fitnessgeräten für die anderen. Bis sich dort allerdings Kleene Grimmicher und Senioren begegnen, wird es vermutlich 2021. Zunächst bedarf es der Planung und der Bewilligung beantragter Gelder aus dem Sanierungsprogramm "Innenstadt II".

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