+
Blick in die Grünberger Rabegasse: noch verkehrsberuhigter Bereich, gilt auch hier bald Tempo 30.

Verkehrspolitik

Grünbergs komplette Altstadt wird Tempo-30-Zone

  • schließen

Die Stadt Grünberg ordnet ihren Straßenverkehr neu. Zumindest in der Altstadt, wird diese doch komplett zur Tempo-30-Zone. Natürlich mit Ausnahme des Marktplatzes.

Die Fahrspur am Marktplatz, sozusagen die "Gute Stube" Grünbergs, ist seit vielen Jahren als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen. Für Mensch und Auto gilt hier die Gleichberechtigung. Der Platz an sich sowie die anschließende Marktgasse sind allein dem Fußgänger vorbehalten. Nicht gar so lang ist die Rabegasse zumindest verkehrsberuhigt (Schritttempo).

Die Idee der Verwaltung mit Bürgermeister Frank Ide als personalisierter Ortspolizeibehörde an der Spitze war nun folgende: Für alle Straßen in Grünbergs Altstadt - mit Ausnahme der Fahrspur am Marktplatz - sollte mit Tempo 20 eine einheitliche Geschwindigkeit gelten. Die Straßenverkehrsordnung erlaubt dies: Gemäß § 45.1 StVO hätte das historische Zentrum der Gallusstadt unter dem Namen "verkehrsberuhigter Geschäftsbereich" firmiert. Solche sind geprägt auch durch eine "überwiegende Aufenthaltsfunktion".

Soweit die Idee, die eigentlich in den großen Ferien umgesetzt werden sollte. Nur: Die Idee kollidiert mit der StVO, wie Beratungen mit der Verkehrsbehörde beim Kreis ergaben. Einzig und allein die Rabegasse - hier finden sich links und rechts Läden - hätte also zum Geschäftsbereich und mithin zur Tempo-20-Zone erklärt werden können.

Freie Fahrt für Radler

Um die Verwirrung der Autofahrer nicht komplett, den Schilderwald nicht noch dichter zu machen, kommt laut Ide in "den nächsten Wochen" diese Lösung zum Tragen: Der Marktplatz bleibt verkehrsberuhigter Bereich, die restliche Altstadt wird komplett zur Tempo-30-Zone.

Wie Grünbergs Verwaltungschef auf Nachfrage dieser Zeitung weiter erläuterte, wird die neue Zone begrenzt von der Bundesstraße 49 im Norden, der Neupforte im Osten sowie der Lauterer Straße im Süden, wobei ja dort bereits, in der Straße Neustadt, diese Geschwindigkeitsbegrenzung gilt.

Seit einigen Tagen bereits umgesetzt ist die Öffnung zweier Einbahnstraßen, dürfen Radler diese auch entgegen der Fahrtrichtung nutzen. Bislang weisen entsprechende Schilder das Sonderrecht für die Rabe- und Kronengasse aus. Im einem nächsten Schritt erhalten "Pedalritter" die Erlaubnis dann auch in der Neupforte sowie im unteren Bereich der Schulstraße.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare