Gallusmarkt absagen?

Grünberger wollen im Juni entscheiden

  • Thomas Brückner
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Grünberg(tb). Der Gallusmarkt in Grünberg, er wird - zumindest von den Gallusstädtern - schon mal als "Oktoberfest der Oberhessen" bezeichnet. Zu Recht, immerhin strömen alljährlich Zehntausende in die Kleinstadt im Gießener Ostkreis, feiern ausgelassen beim Bockbierabend oder beim Frühschoppen mit der originellen Wurzelbürgerbürsterei, sorgen auch für dichtes Gedränge in den Gassen, wenn an zwei Tagen die Krämer ihre Waren feilbieten.

Dass dies auch heuer so sein wird, der 540. Gallmärt anders als die 186. Wiesn in München nicht aufgrund der Pandemie abgesagt werden muss, diese vage Hoffnung hegt man in Grünberg. Doch auch hier gilt: "Stand heute".

Johanna Lang, bei der Stadtverwaltung unter anderem für die Organisation der Märkte verantwortlich, verweist dazu auf jüngst verabredeten Zeitplan: "Voraussichtlich Anfang Juni werden wir eine Entscheidung treffen."

Voraussetzung für eine Ausrichtung des Volksfestes, geplant vom 10. bis 18. Oktober, aber wäre die Eindämmung der Infektionsgefahr in einem Maße, dass größere Menschenansammlungen wieder möglich würden. "Auf Sicht fahren", auf Erleichterungen hoffen, heißt denn auch in Grünberg die Devise. Zunächst warte man jetzt ab, was nach dem 31. August Sache ist.

Bis zu diesem Datum sind bekanntlich bundesweit "Großveranstaltungen" verboten. Bis dato aber sind im Rathaus der Gallusstadt noch keine offiziellen Auslegungshinweise eingegangen. Lang verwies auf Aussagen von Ministerpräsident Volker Bouffier, wonach das Verbot für Veranstaltungen ab 100 Personen gelten werde. Davon ausgehend, werde man auch "Grünberg auf der Rolle", geplant am 10. Juni, absagen müssen.

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